Der DAX notierte am 19. Februar 2020 bei 13.789 Zählern, am 18. März 2020 bei 8.442 (-39%) und am 5. Juni bei 12.848 (+52%). Recht offensichtlich kann es keine fundamentalen Verschiebungen geben, die diese Ausschläge in den Aktienkursen rechtfertigen würden.
Tourismus und Freizeit – die beiden Sektoren gehören zu jenen, die durch die Covid-19-Pandemie am stärksten in Mitleidenschaft gezogen wurden. Martyn Hole, Investment Director bei Capital Group, ist allerdings der Meinung, dass es trotzdem einige attraktive Investitionsmöglichkeiten in den Branchen gibt.
Schwellenländeranlagen wurden von dem durch COVID-19 bedingten Ausverkauf stark in Mitleidenschaft gezogen und verzeichneten hohe Kapitalverluste, mehr als in allen anderen Krisen der letzten 15 Jahre.
In den USA steigen die Corona-Virus-Neuinfektionen rasant an, positive Makrodaten sorgen jedoch für einen steigenden Aktienmarkt. Die Arbeitsmarktdaten für den Monat Juni übertreffen die Erwartungen.
Die Pandemie ist noch lange nicht vorbei, und selbst wenn sie überwunden ist, wird die wirtschaftliche Erholung wahrscheinlich langsam und stetig verlaufen", sagt Mobeen Tahir, Director - Research bei WisdomTree.
In seinem aktuellen „Strategy Weekly“ weist Axel Botte, Marktstratege beim französischen Vermögensverwalter Ostrum Asset Management, darauf hin, dass es – vor allem in den USA – tatsächlich einige Konjunkturindikatoren gibt, die einen Grund für die starke Entwicklung der Märkte liefern könnten.
Die Hoffnung auf eine „V“-förmige Erholung schwindet angesichts steigender Corona-Virus-Infektionen in den USA und abermaliger Lockdown-Maßnahmen.
Das derzeit zu beobachtende Hin und Her an den Aktienmärkten führt Axel Botte, Marktstratege beim französischen Vermögensverwalter Ostrum Asset Management, in seinem aktuellen „Strategy Weekly“ auf zwei Faktoren zurück:
Während sich die Situation um das Coronavirus dynamisch entwickelt, sind auch Investoren nicht immun gegen die dadurch verursachte Instabilität. Daher lohnt es sich, innezuhalten und zu überlegen, wie sich Portfoliorisiken minimieren lassen.
In ca. eineinhalb Wochen werden die Marktteilnehmer die Performance des 1. Halbjahres 2020 diskutieren. Es sollte wenig verwundern, wenn der Begriff „Überraschung“ dabei eine wichtige Rolle spielt!