Sowohl die Aktien- als auch die Rentenmärkte gerieten im Dezember noch einmal unter Druck. Steigende Leitzinsen in den USA und im Euroraum drückten die Kurse an den Börsen und sorgten für weiter steigende Anleiherenditen. Außerdem überraschte die abrupte Abkehr von der Null-Covid-Strategie in China die Mehrzahl der Marktteilnehmer.
Zu Beginn des neuen Jahres 2023 wollen wir 2022 noch einmal Revue passieren lassen. Was ist 2022 bei avesco passiert?
Besonders erfreulich für unsere Investoren war der exzellente Exit bei unserer Beteiligung Blue Elephant Energy AG. Es war das bis dato erfolgreichste Investment der Paladin-Geschichte. Und gleichzeitig ein schönes Beispiel für positive Portfolio-Diversifikation.
Die Aktienmärkte konnten sich auch im November erholen. Für Erleichterung sorgte vor allem die beiderseits des Atlantiks gesunkene Inflation. Die Märkte rechneten daraufhin mit weniger aggressiven Zinsanhebungen seitens der Zentralbanken.
Die Hoffnung der Marktteilnehmer auf eine weniger aggressive Geldpolitik der Notenbanken und ein warmer Oktober, der den Gaspreis deutlich sinken ließ, sorgten für einen Höhenflug der Börsen in den USA und Europa. Zudem brach die deutsche Wirtschaft im dritten Quartal nicht wie erwartet ein, sondern expandierte, was den DAX zusätzlich beflügelte.
Energiepreise, Inflation und steigende Leitzinsen nahmen die Märkte in die Zange und drückten die Geschäftserwartungen sowie das Konsumklima. Die Aktienkurse gaben auf breiter Front nach, während die Renditen für Anleihen deutlich stiegen.
Die Zentralbanken setzten den Ton im August: Da die US-Notenbank ankündigte, der Preisstabilität Vorrang vor Wachstum und Arbeitsmarkt einzuräumen, stellten sich die Marktteilnehmer auf weitere Leitzinserhöhungen ein, und die Börsen in den USA und Europa gaben nach.
Im Juli konnten die meisten Aktienmärkte gegenüber den Einbußen der Vormonate etwas Boden gutmachen. Die Erholung dürfte in erster Linie auf die angelaufene Berichtssaison für das zweite Quartal 2022 zurückzuführen sein, die beiderseits des Atlantiks bislang besser ausfiel als erwartet.
Im Juni erhöhte die US-Notenbank die Leitzinsen um 75 Basispunkte, um die ausufernde Inflation in den USA zu bekämpfen. Auch in Europa hat die Europäische Zentral die Abkehr von ihrer Nullzins-Geldpolitik angekündigt. Die hohe Teuerung drückte außerdem auf die Konsumlaune und auf die Stimmung der Einkaufsmanager.
Bedauerlicherweise hat sich der Hintergrund dieses vierteljährlichen Rückblicks seit dem letzten Globalen Ausblick nicht verändert, denn die Tragödie in der Ukraine setzt sich fort. Dieser Krieg hat in Russland und der Ukraine menschliches Leid und immense wirtschaftliche Schäden zur Folge.