Die diesjährige Notenbankkonferenz in Jackson Hole rückt näher. Für die Finanzmärkte steht dabei weniger das offizielle Konferenzthema im Vordergrund als die Frage, ob die US Notenbank an ihrem Kurs festhält oder neue Signale sendet.
Am Mittwochabend deutscher Zeit gibt die US-Notenbank Fed ihre nächste Zinsentscheidung bekannt. Die Unsicherheit um eine mögliche Erhöhung ist so hoch wie lange nicht mehr – ein Zinsschritt wird mit einer Wahrscheinlichkeit von 35 Prozent eingepreist.
Die eigentliche Information aus Kevin Warshs erster Sitzung als Fed-Vorsitzender war nicht die Zinsentscheidung.
Am 17. Juni fand auf der Pressekonferenz von Kevin Warsh, dem neuen Präsidenten der US-Notenbank (Fed), eine Art stille Revolution statt.
Matthias Scheiber vom US-amerikanischen Asset-Manager Allspring spricht im Interview zur jüngsten Senatsanhörung von Ken Warsh zum Fed-Vorsitz.
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Matthias Scheiber, Leiter des Bereichs Multi-Asset-Lösungen bei Allspring Global Investments, kommentiert im Vorfeld der Zinsentscheidung der US-Notenbank:
Mit der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, Kevin Warsh als nächsten Vorsitzenden der Federal Reserve nominieren zu wollen, rückt die Frage nach dem künftigen geldpolitischen Kurs und möglichen Strukturreformen der Notenbank in den Fokus.
Die Sitzung der US-Notenbank war weniger ein „Nicht-Ereignis“ als eine gezielte Botschaft: Der Offenmarktausschuss ließ die Zielspanne für den Leitzins bei 3,5 bis 3,75 Prozent und stimmte mit 10 zu 2 für das Abwarten.
Die jüngste Zinssenkung der Fed um 25 Basispunkte auf 3,50–3,75 Prozent war zwar vom Markt erwartet worden, fiel im FOMC aber ungewöhnlich umstritten aus.