Wir gehen davon aus, dass die Fed am Mittwoch die Zinsen um 25 Basispunkte auf 3,75–4,00 % anheben wird, bedingt durch den jüngsten Ölpreisanstieg, einen starken Arbeitsmarktbericht und solide Inflationsdaten für August.
Die US-Notenbank steht kurz vor einer weiteren Leitzinserhöhung, zugleich dürfte es aus unserer Sicht der letzte Schritt dieses Zyklus sein.
Die erste große Rede von Fed-Chef Kevin Warsh in Jackson Hole brachte weniger Orientierung als erhofft. Zwar schlug er bei der Inflation einen etwas restriktiveren Ton an, zum weiteren Zinspfad hielt er sich jedoch bedeckt.
George Bory, Chief Investment Strategist für Fixed Income bei Allspring Global Investments, kommentiert im Vorfeld der Rede des Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh in Jackson Hole:
„Die entscheidende Frage, die sich derzeit alle stellen, ist, ob Fed-Chef Warsh seine Rede in Jackson Hole nutzen wird, um für mehr Klarheit über die Geldpolitik zu sorgen. Ich glaube nicht.
Das Jackson Hole Economic Symposium verspricht dieses Jahr aus einem besonderen Grund spannend zu werden: Es ist Kevin Warshs erstes Symposium als Fed-Chef.
Die diesjährige Notenbankkonferenz in Jackson Hole rückt näher. Für die Finanzmärkte steht dabei weniger das offizielle Konferenzthema im Vordergrund als die Frage, ob die US Notenbank an ihrem Kurs festhält oder neue Signale sendet.
Am Mittwochabend deutscher Zeit gibt die US-Notenbank Fed ihre nächste Zinsentscheidung bekannt. Die Unsicherheit um eine mögliche Erhöhung ist so hoch wie lange nicht mehr – ein Zinsschritt wird mit einer Wahrscheinlichkeit von 35 Prozent eingepreist.
Die eigentliche Information aus Kevin Warshs erster Sitzung als Fed-Vorsitzender war nicht die Zinsentscheidung.
Am 17. Juni fand auf der Pressekonferenz von Kevin Warsh, dem neuen Präsidenten der US-Notenbank (Fed), eine Art stille Revolution statt.