Inflation und geldpolitische Straffung würden immer wie ein bleierner Deckel auf risikobehaftete Anlagen wirken. Dennoch sei die aktuelle Beschleunigung des Abwärtstrends bei Aktien beeindruckend.
Ein Marktkommentar zu den Rentenplänen der Ampelparteien – von Prof. Dr. Michael Heuser, Wissenschaftlicher Direktor Deutsches Institut für Vermögensbildung und Alterssicherung (DIVA).
Im aktuell schwierigen Marktumfeld müssten sich Versorger als eigentlich defensiver Sektor überdurchschnittlich gut entwickeln. Jedoch war auch der Stoxx 600-Versorgerindex seit Jahresanfang leicht rückläufig. Lediglich regulierte Versorger ohne größere Risiken haben sich gut entwickeln können. Es scheint, dass die Märkte zu sehr die Risiken im Blick haben und zu wenig auch die Chancen sehen.
Das Marktgeschehen war im 1. Quartal 2022 geprägt von grossen Schwankungen. Auf den Ausverkauf während der ersten beiden Monate folgte im März eine deutliche Erholung. Der Biotechnologiesektor geriet mit -11.7% stärker unter Druck als der breite MSCI World Health Care Index mit -3.2% (beide in USD).
Während sich alle Augen auf den 24. April und den Ausgang der zweiten Runde der französischen Präsidentschaftswahlen richten, dürfte der Ausgang der Parlamentswahlen im Juni ebenfalls entscheidend für das Verhalten des Landes und damit für die Finanzmärkte sein, meint Kevin Thozet, Mitglied des Investmentausschusses von Carmignac.
Von Stefan Breintner, Leiter Research & Portfoliomanagement und Co-Fondsmanager des DJE – Dividende & Substanz und des DJE – Zins & Dividende bei der DJE Kapital AG.
Jon Mawby, Senior Investment Manager im Fixed Income Team & Head of Investment Grade Credit bei Pictet Asset Management, erläutert, weshalb Anleihen nicht länger als ein sicherer Hafen anzusehen sind und dass sich Anleger auf eine anhaltende Zunahme der Marktvolatilität einstellen sollten.
Die kontinuierlich wachsende Bedeutung der klein- und mittelkapitalisierten Biotechunternehmen mit ihrer innovativen Produktpipeline wird an den Finanzmärkten noch nicht wahrgenommen.
Allen diplomatischen Bemühungen zum Trotz begann mit dem russischen Einmarsch in das Nachbarland Ukraine am 23. Februar dieses Jahres ein Krieg inmitten des europäischen Kontinents. Für Deutschland und einige andere EU-Länder ist die Friedensdividende restlos aufgezehrt, es wird nun wieder vermehrt in Sicherheit und Rüstung investiert.
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt gibt es keine Anzeichen für eine Verlangsamung des US-Wirtschaftswachstums. „Der Kontrast zu Europa ist frappierend“, schreibt Axel Botte, Marktstratege beim französischen Investmenthaus Ostrum Asset Management.