Eine an Makrodaten sehr ereignisreiche Woche sorgte an den Finanzmärkten in Summe trotzdem nur für wenig Bewegung. Keinen neuen Erkenntnisgewinn brachte die Sitzung der US-Zentralbank Fed in der vergangenen Woche.
Die US-amerikanische Notenbank hat erst jüngst bekräftigt, an ihrer lockeren Geldpolitik festzuhalten und Inflationsrisiken zurückgewiesen.
Die Erholung der Weltwirtschaft schreitet voran und die Unsicherheit an den Märkten nimmt sukzessive ab. Lucio Soso, Lead Portfoliomanager des BB Global Macro Fonds, beleuchtet die monetäre und fundamentale Situation an den Finanzmärkten und verweist auf mittelfristige Opportunitäten.
Die globalen Aktienmärkte legten eine kleine Verschnaufpause ein. Am geringsten fiel der Rückgang in Europa aus, gefolgt von den USA. Den höchsten Verlust verzeichnete der japanische Aktienmarkt.
Axel Botte, Marktstratege des französischen Investmenthauses Ostrum Asset Management, hält den Höhepunkt der geldpolitischen Stimulierung für überschritten.
Rückblickend auf das Jahr 2020 bekommt die Redewendung „Erwarte das Unerwartete“ eine ganz neue Bedeutung. Es war ein unruhiges, ereignisreiches Jahr für Fondsmanager in allen Anlageklassen und Regionen.
In einem Umfeld anhaltend positiver Konjunkturdaten insbesondere in den USA und großer Fortschritte bei der Impfkampagne setzten die Aktienmärkte ihre Rekordjagd fort und verzeichneten zum Teil neue Allzeithochs beziehungsweise mehrjährige Höchststände.
Auf den offensichtlichen Widerspruch zwischen den in der letzten Woche gefallenden Renditen von US-Staatsanleihen und dem positiven Bild der US-Wirtschaft verweist Axel Botte, Marktstratege des französischen Investmenthauses Ostrum Asset Management, in seinem aktuellen MyStratWeekly.
In den vergangenen Monaten konnten Anleger eine reiche Ernte einfahren. „Zwischen Februar und März 2020 hatten der Ausbruch der Corona-Pandemie und die Einschränkung des öffentlichen Lebens die Aktienmärkte abstürzen lassen“, sagt Carsten Gerlinger, Vice President von Moventum AM.
In den letzten Wochen haben Anleiheinvestoren leichte Verluste hinnehmen müssen und machen sich Gedanken über einen möglichen deutlicheren Anstieg der Langfristzinsen, der sich noch spürbarer in den Portfolios niederschlagen würde.