In der Regel sind es Volkswirte, die in Marktausblicken ihre Sicht der wirtschaftlichen Entwicklung bestimmter Regionen darstellen.
Im CEO-View blicken der DJE-Gründer Dr. Jens Ehrhardt und Mario Künzel, Referent Investmentstrategie, auf ein außergewöhnliches Jahr zurück.
Im Jahr 2026 werden Innovationen die Weltwirtschaft neu ordnen, so Jonathan Curtis von der Franklin Equity Group.
Rechneten die Märkte noch im Oktober fest mit einer Senkung der US-Leitzinsen, änderte sich das im November. Zwischenzeitlich betrug die Wahrscheinlichkeit dafür nur noch ca. 25%. Das hatte schwankungsreiche Folgen für die Aktienmärkte.
2026 wird zu einem Schlüsseljahr für die Geldpolitik: Während unser Basisszenario von weitgehend stabilen Inflationsraten in Eurozone und USA ausgeht, bleiben die Risiken in beide Richtungen erheblich.
Globale Aktien dürften im nächsten Jahr auf ihren Gewinnen aufbauen, wobei Aktien der Schwellenländer zu den besten Renditen zählen müssten. An den Anleihe- und Währungsmärkten könnten die Renditen von Staatsanleihen im Jahr 2026 steigen, während der US-Dollar weiter abgewertet werden dürfte.
Aktien aus Schwellenländern, Staatsanleihen und Infrastruktur gehören zu unseren bevorzugten Strategien, da sich das globale Wachstum stabilisiert und neue Anlagethemen aufkommen.
Ein früh gesetzter, gezielter Fiskalimpuls, wie Deutschland ihn gesetzt hat, kann jedoch die Abwärtsspirale bremsen und das Wachstum stabilisieren, erläutert Chefvolkswirt Edgar Walk.
Die Preise für Gold und Silber sind in den vergangenen Monaten durch die Decke gegangen. Die Frage ist: Ist das eine Preisblase? Oder erst der Anfang einer längeren Edelmetall-Hausse?
Für 2026 erwarte ich ein Umfeld, in dem die Form der Zinskurve wichtiger ist als die reine Zinshöhe. Eine steilere Kurve erleichtert die Weitergabe der Geldpolitik in die Wirtschaft, stabilisiert Bankbilanzen und unterstützt Investitionen.
Der Goldpreis verzeichnete 2025 eine rasante Wertentwicklung und legte in US-Dollar um mehr als 50 Prozent zu. Interessanterweise kauften die globalen Zentralbanken dennoch nicht nennenswert mehr Gold als in den Vorjahren seit 2022.