In der Regel sind es Volkswirte, die in Marktausblicken ihre Sicht der wirtschaftlichen Entwicklung bestimmter Regionen darstellen.
Von "Amerika zuerst" zur globalen Finanziellen Anarchie
Stefan Breintner, Leiter Research bei DJE und Markus Koch, Wall-Street-Korrespondent und Börsenexperte blicken in ihrem bewährten monatlichen Marktanalyse-Format auf die Gemengelage.
Die Entwicklung von Währungen wird maßgeblich durch die Geldpolitik der Notenbanken bestimmt. Obwohl der US-Leitzins derzeit deutlich über dem der EZB liegt, konnte der US-Dollar davon bislang kaum profitieren.
Die Investmentlandschaft befindet sich im Umbruch. Die wirtschaftliche, politische und finanzielle Unsicherheit hat zugenommen, und Anleger reagieren darauf. Was kommt auf Investoren zu?
„Sell in May“ wäre in diesem Jahr eindeutig der falsche Rat gewesen: Der Mai war der beste seit 35 Jahren.
Infolge des Handelskonflikts dürfte der deflationäre Druck in China zunehmen und damit der Druck auf die Regierung, gegenzusteuern. In den USA ist es jedoch noch unklar, wie stark die Inflation aufgrund der Zölle steigen wird.
Steigende Zinszahlungen bringen Unternehmen und Staaten oftmals in finanzielle Schwierigkeiten. Im Zentrum steht laut Edgar Walk die sogenannte Zinsquote – das Verhältnis von Zinszahlungen zu Einnahmen – als besserer Indikator für Schuldenrisiken als die absolute Verschuldung.
Im Marktausblick vom Mai schauen Stefan Breintner, Fondsmanager bei DJE und Markus Koch, Börsenexperte und Wall-Street-Korrespondent, auf die Märkte:
Die negativen Effekte, die Trumps erratische Zollpolitik auf die Gewinnentwicklung von Unternehmen aus verschiedenen Sektoren ausübt, erscheinen nicht eingepreist. Vorsicht bleibt daher trotz der vorläufigen Erholung der Kurse geboten.
Industrieländer wie die USA oder Europa benötigen traditionell keine nennenswerten Devisenreserven. Ihre Währungen sind konvertibel, global akzeptiert und mit hohem Vertrauen ausgestattet. Importiert wird in der eigenen Währung, exportiert ebenso. Kurz: Wer den US-Dollar oder den Euro druckt, braucht sich um Währungsschwankungen wenig zu sorgen.