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Die Fed hält die Füße still

Auf ihrer gestrigen Sitzung hat die US-Notenbank die Leitzinsen unangetastet gelassen. Fed-Chef Jerome Powell geht offenbar davon aus, dass die Konjunktur in den Vereinigten Staaten keine zusätzliche Unterstützung benötigt – eine gute Nachricht für Investoren.

30.01.2020 | 15:03 Uhr von «Julia Groth»

Nachdem die US-Notenbank den Leitzins in den Vereinigten Staaten im vergangenen Jahr gleich dreimal gesenkt hat, belässt sie ihn nun vorerst auf dem aktuellen Niveau. Im Anschluss an seine Sitzung am gestrigen Mittwoch erklärte der geldpolitische Ausschuss der Fed, dass sich die Leitzinsen in den USA weiter in einem Korridor von 1,5 bis 1,75 Prozent bewegen sollen. Für Investoren kam diese Entscheidung nicht überraschend. Fed-Präsident Jerome Powell hatte im Dezember angedeutet, dass die Notenbank die Leitzinsen nicht antasten würde, wenn die Konjunkturaussichten für die USA positiv bleiben.

In ihrer Pressemitteilung zur jüngsten Sitzung wich die Notenbank leicht von ihren bisherigen Formulierungen ab. So sind die Konsumausgaben laut Fed nun nicht mehr „stark“, sondern nur noch „moderat“. Und die Inflation bewegt sich nicht mehr „nahe“ des Zwei-Prozent-Ziels, sondern „kehrt dorthin zurück“. DWS-Volkswirt Christian Scherrmann weiß, was das übersetzt bedeutet: Höhere Inflation und niedrigerer Konsum – aber beides nicht in einem Besorgnis erregenden Ausmaß. „Wir bleiben bei unserer Erwartung, dass die Fed 2020 die Zinsen weder senken noch erhöhen wird“, sagt er.

US-Präsident Donald Trump dürfte darauf gehofft haben, dass die Fed die Leitzinsen erneut senkt und die US-Wirtschaft so vor den Präsidentschaftswahlen im September noch einmal anschiebt. Er hatte im vergangenen Jahr deutlich gemacht, dass ihm die damaligen Zinssenkungen nicht weit genug gingen, und Powell vorgeworfen, die USA „im Stich gelassen“ zu haben. Trumps Kalkül: Wenn die Wirtschaft brummt, erhöht das die Chancen für seine Wiederwahl. Für solcherlei Wahlkampfhilfe ließ sich Powell indes nicht einspannen.

Was macht die Notenbank im Ernstfall?

Marktbeobachtern zufolge dürfte die US-Wirtschaft in der kommenden Zeit auch ohne zusätzliche Unterstützung durch die Federal Reserve weiterwachsen. „Die Erwartungen für das Bruttoinlandsprodukt liegen bei annähernd zwei Prozent pro Jahr“, sagt Philippe Waechter, Chefvolkswirt der französischen Investmentgesellschaft Ostrum Asset Management. Der etwas schwächere Konsum werde die Konjunktur nicht ausbremsen, prognostiziert er. Eine solche Entwicklung sei dank des starken Verbrauchervertrauens und des immer höheren verfügbaren Einkommens der US-Bürger unwahrscheinlich.

Für Anleger mit US-amerikanischen Aktien im Depot sind das gute Nachrichten. Läuft die Konjunktur rund, geht es auch am Aktienmarkt weiter aufwärts. Der S&P 500 musste zwar in den vergangenen Tagen einen Rückschlag hinnehmen, hauptsächlich wegen der grassierenden Angst vor dem Coronavirus. Investoren sollten zudem Risiken wie die Präsidentschaftswahlen und die Spannungen zwischen den USA und dem Iran nicht außer Acht lassen, mahnt Benjamin Melman, Chefanlagestratege von Edmond de Rothschild Asset Management. Behält die Fed mit ihrer Prognose Recht, dürfte es sich beim jüngsten Rücksetzer aber nur um eine Delle handeln und nicht um den Beginn eines nachhaltigen Abwärtstrends.

Falls externe Schocks die US-Wirtschaft erschüttern, könnte die Fed ihre abwartende Haltung aufgeben, urteilen Investmentprofis. Denn insgesamt bleibt die Notenbank im Unterstützungsmodus. So erklärte Powell auf der Pressekonferenz am Mittwoch, dass die Fed ihre Anleihekäufe im Umfang von 60 Milliarden US-Dollar pro Monat bis April fortsetzen wird. Offiziell will sie damit zwar nicht die Wirtschaft stützen, sondern Liquiditätsengpässen am Geldmarkt vorbeugen. Das Kaufprogramm hat aber nach Einschätzung von Experten auch positive Auswirkungen auf die Konjunktur und den Aktienmarkt.

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