Die Inflation ist zurück. Im Mai stieg sie in Deutschland um 2,5 Prozent. Gold und Infrastruktur sind zwei Anlagemöglichkeiten, um ihr zu entfliehen.
Es ist doch keine Überraschung, dass nach einem Jahr wie 2020 mit einer darniederliegenden Wirtschaft die wirtschaftliche Aktivität im Folgejahr zunimmt und dadurch höhere Preise spürbar sind.
Eines der an den Kapitalmärkten derzeit meist diskutierten Themen ist die aufkeimende Inflation. In einem umfänglichen Artikel warnte der Herausgeber der F.A.Z. die Notenbanken vor kurzem davor, nicht zu zögerlich zu sein und die Entwicklung sehr ernst zu nehmen. Denn die Vergangenheit habe mehrfach gezeigt: „Inflation in den Griff zu bekommen ist kein Kinderspiel!“ Aber was ist wirklich dran an den Befürchtungen, die seit einiger Zeit immer wieder für Rückschläge am Aktienmarkt verantwortlich gemacht werden?
Die Augen der Marktteilnehmer sind in letzter Zeit vermehrt auf das Thema Inflation gerichtet. Dabei ist die Inflationsdebatte derzeit sehr zwiegespalten. Die „Desinflationisten“ vertreten die Ansicht, dass es nur vorrübergehend zu einem Überschießen der Inflation kommt, während die „Inflationisten“ einen beständigeren Inflationstrend erwarten.
EZB-Direktorin Isabel Schnabel geht davon aus, dass die Inflationsrate in Deutschland bald drei Prozent übersteigen könnte.
In der Pandemie ist der private Konsum deutlich stärker gefallen als die verfügbaren Haushaltseinkommen. Für die Zeit danach drohen mehr Nachfrage und weniger Angebot und damit steigende Preise.
Es ist lange her, dass sich Anleger Sorgen um die Inflation machen mussten. Doch ein starker wirtschaftlicher Aufschwung nach der Pandemie könnte eine höhere Inflation auslösen.
Die Verbraucherpreise in Deutschland sind mit einem Plus von 0,8 Prozent zum Vormonat beziehungsweise ein Prozent im Vorjahresvergleich gestiegen. Das scheint nur der Anfang einer sich beschleunigenden Geldwentwertung zu sein.
Das Thema Inflation dominiert die Marktdiskussionen. Ungeachtet dessen, dass Inflation und Inflationsangst in der Debatte um die Richtung der langfristigen Zinsen wichtig sind, verdient der Faktor Arbeit als nachlaufender Wirtschaftsindikator mehr Aufmerksamkeit.
In der Eurozone ist nach Einschätzung der Direktorin der Europäischen Zentralbank (EZB), Isabel Schnabel, nach einer ungewöhnlich schwachen Inflation wieder mit einem stärkeren Anstieg der Verbraucherpreise zu rechnen.