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Die Inflation ist im Anmarsch

Die Verbraucherpreise in Deutschland sind mit einem Plus von 0,8 Prozent zum Vormonat beziehungsweise ein Prozent im Vorjahresvergleich gestiegen. Das scheint nur der Anfang einer sich beschleunigenden Geldwentwertung zu sein.

03.02.2021 | 07:00 Uhr von «Jörn Kränicke»

Laut Carsten Mumm, Chefvolkswirt bei Donner & Reuschel, ist der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) für Deutschland sogar noch deutlicher auf 1,4 beziehungsweise 1,6 Prozent gestiegen. Der HVPI ist der für die EZB auf europäischer Ebene relevante Maßstab für die Erreichung der Ziel-Inflation in Höhe von nahe aber unter zwei Prozent. „Hintergrund für den Preisanstieg waren einerseits technische Faktoren, wie die Wiederanpassung der zeitweise reduzierten Mehrwertsteuersätze und die Einführung einer CO2-Abgabe per 1. Januar, die zusammen etwa einen halben Prozentpunkt zum Inflationsanstieg beitrugen“, sagt Mumm.

Energiepreise treiben Inflation

Laut dem Chefvolkswirt ist schon jetzt absehbar, dass die Energiepreise ab März für einen weiteren deutlichen Preisanstieg sorgen werden, denn relevant ist dann der Vergleich der aktuellen Rohölpreisnotierungen in Höhe von etwa 45 Euro pro Barrel (Brent) mit den entsprechenden Vorjahreswerten in Höhe von etwa 25 Euro/Barrel. „Damit ist ein Erreichen des EZB-Inflationsziels schon im Frühjahr wahrscheinlich. Im weiteren Verlauf des Jahres könnten zudem die derzeit aufgrund der hohen Auslastung in der Industrie steigenden Kosten für viele Vorprodukte und Logistikdienstleistungen sowie der Abbau der aufgestauten Konsumnachfrage inflationär wirken“, so Mumm.

Die Mehrheit sieht noch keine Inflationsgefahren

Obwohl die Zeichen die Zeichen eher für Inflation sprechen, sieht die Mehrheit der Markteilnehmer noch keinen deutlichen Anstieg der Geldentwertung am Horizont. Laut Daniel Hartmann, Chefvolkswirt von Bantleon, erwartet der Konsensus beispielsweise die Inflationsrate der Eurozone Ende 2021 gerade einmal auf gut ein Prozent steigen, während die Rendite 10-jähriger deutscher Bundesanleihen auf bestenfalls -0,30 Prozent anzieht.

Inflation und Renditen steigen

Hartmann glaubt jedoch daran, dass es ab dem 2. Quartal zu einem dynamischen Aufschwung kommen könnte. „Dann wird die Nachfrage das Angebot in zahlreichen Bereichen schnell überschreiten, was die Unternehmen zu Preiserhöhungen animiert. Mittelfristig kommt hinzu, dass in vielen Ländern Investitionsprogramme für den Klimaschutz aufgelegt wurden. Dabei sollen Ladestationen installiert, Wohnhäuser energetisch saniert und neue Stromnetze gebaut werden. Dies wird ebenfalls in zahlreichen Branchen wie Handwerk, Bauwirtschaft und Elektroindustrie zu Kapazitätsengpässen führen“, so der Bantleon Chefvolkswirt.

Inflationsraten von über zwei Prozent sind möglich

Deshalb dürfte seiner Meinung nach die Inflationsrate in den USA und Europa nicht nur bis Ende 2021 zügig Richtung der 2-Prozent-Marke marschieren, sondern 2022/2023 auf diesem Niveau verharren oder sogar noch weiter steigen. „Der Konsensus hingegen rechnet in der Eurozone für 2022 lediglich mit einer durchschnittlichen Inflationsrate von 1,2 Prozent und in den USA von zwei Prozent

Die Trendwende in der Geldpolitik wird noch 2021 eingeläutet

Der starke Inflationsanstieg bedeutet laut Hartmann, dass die Geldpolitik die Trendwende noch in diesem Jahr einleiten wird. „Spätestens 2022 dürften die Wertpapierkäufe in den USA und der Eurozone spürbar gedrosselt werden, womit die Basis für steigende Leitzinsen im Jahr 2023 gelegt ist. Dies werden die Finanzmärkte antizipieren, weshalb bereits 2021 ein moderater Renditeanstieg einsetzen dürfte. Anfang 2022 sollte die Rendite 10-jähriger deutscher Bundesanleihen über null Prozent (Konsensus: -0,30%) und die der Pendants aus den USA deutlich über 1,5 Prozent liegen (Konsensus: 1,35%). Die Inflation und die positiven Renditen feiern mithin ein Comeback“, resümiert Hartmann.

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