Schwellenländeranleihen galten lange als volatil und krisenanfällig. Inzwischen haben sich die Rahmenbedingungen jedoch deutlich verbessert, sagt Zsolt Papp von J.P. Morgan Asset Management. Im Exklusiv-Interview erklärt er, warum viele Emerging Markets heute fiskalisch solider aufgestellt sind als zahlreiche Industrieländer, welche Regionen derzeit die attraktivsten Renditechancen bieten und weshalb Anleger insbesondere Lokalwährungsanleihen wieder stärker in den Blick nehmen sollten.
Dank stabileren Wachstums, robuster Arbeitsmärkte und größerer Haushaltsdisziplin haben sich Schwellenlandanleihen während der jüngsten geopolitischen Risiken und Kursschwankungen als widerstandsfähig erwiesen
In unserem aktuellen Einblick in die Situation der Schwellenländer stellen wir Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen vor, die sich trotz anhaltender geopolitischer Spannungen und gestiegener Inputkosten für das zweite Halbjahr 2026 vorsichtig optimistisch äußern. Templeton Global Investments beleuchtet seine wichtigsten Erkenntnisse nach einem kürzlich besuchten Spitzentreffen.
Wieso Anleiheinvestoren Künstliche Intelligenz in Schwellenländern nicht ignorieren sollten
Der Aufstieg der Künstlichen Intelligenz könnte die führenden und hinterherhinkenden Akteure in den Schwellenländern neu definieren.
Die Schwellenländermärkte starteten aus einer Position der Stärke ins Jahr 2026, geprägt von höheren Realzinsen, solideren Außenbilanzen und glaubwürdigeren politischen Rahmenbedingungen.
Zunehmende geopolitische Konflikte, die damit verbundenen Turbulenzen an den Energiemärkten sowie auseinanderlaufende Geldpolitik stellen Investoren vor neue Herausforderungen. Lokalwährungsanleihen aus Schwellenländern könnten in diesem Umfeld zwar an Attraktivität gewinnen, gleichzeitig würden jedoch die Anforderungen an die Allokation steigen. Peter Becker, Fixed Income Investment Director bei Capital Group, sieht deshalb aktives Management im Vorteil.
Der Vontobel Fund Emerging Markets Blend bündelt Schwellenländeranleihen zu einem kompakten Portfolio. Im Gespräch erklärt Dario Scheurer, wie der Ansatz funktioniert, wo aktuell die größten Investment-Chancen liegen und wie er die Folgen des Irankonflikts einordnet.
Anleihen aus den Emerging Markets werden immer attraktiver. Die Renditen überzeugen, die Bonitäten verbessern sich. Und vor allem: Anleger, die bisher vornehmlich in US-Dollar investiert sind, sehen im wachsenden Anleihemarkt der Schwellenländer neue Chancen.
Lokalwährungsanleihen aus Schwellenländern erleben einen Boom, was die Zuflüsse von Anlagegeldern angeht. Gründe dafür nennt Thomas Meyer, Country Head Germany von DPAM: