Die Performance AG sieht trotz geopolitischer Risiken weiteres Aufwärtspotenzial für die Aktienmärkte.
15.06.2026 | 10:57 Uhr von «Jörn Kränicke»
Die ersten Monate des Börsenjahres 2026 standen laut Jacobs im Zeichen geopolitischer Spannungen und einer anhaltenden Technologieeuphorie. „Vor allem der Konflikt rund um den Iran sorgte zeitweise für erhöhte Unsicherheit an den Märkten.“ Gleichzeitig verlieh der Boom rund um Künstliche Intelligenz und Halbleiterwerte den internationalen Aktienmärkten zusätzlichen Rückenwind.
Aus Sicht von Jacobs konnten in diesem Umfeld insbesondere US-Aktien sowie Schwellenländer mit starkem Halbleiterbezug den europäischen Markt deutlich outperformen. Der Teamchef der Performance AG sieht auch weiterhin überzeugende Rahmenbedingungen vieler Emerging und Frontier Markets.
„Mehrere Schwellenländer-Regionen können überzeugende Entwicklungen aufweisen, dies gilt auch für die Frontier Märkte“, sagt Jacobs. Besonders die demografischen Trends, robuste volkswirtschaftliche Daten und höhere strukturelle Wachstumsraten sprächen weiterhin für Investments in diesen Regionen.
Gleichzeitig bleibt die geopolitische Lage ein zentraler Risikofaktor. Zwar zeichnet sich nach Einschätzung von Jacobs derzeit eine diplomatische Annäherung im Iran-Konflikt ab. Dennoch könne die weitere Entwicklung erhebliche Auswirkungen auf die Kapitalmärkte haben – sowohl positiv als auch negativ. Der Vermögensverwalter setzt aktuell auf eine diplomatische Lösung und erwarten daher, dass die Aktienmärkte zum Jahresende höher notieren werden als derzeit.
Neben geopolitischen Themen beobachtet Jacobs insbesondere den sogenannten Yen-Carry-Trade aufmerksam. Dabei leihen sich Investoren Kapital zu niedrigen Zinsen in Japan, um es in höher verzinste Anlageklassen weltweit zu investieren. Sollte dieses Kapital in größerem Umfang kurzfristig zurückgeführt werden, könnte dies nach Einschätzung der Performance AG zu erhöhter Nervosität an den Finanzmärkten führen.
Entlastung brachte zuletzt die Inflationsentwicklung. Die jüngsten Inflationsdaten lagen unter den Erwartungen und sprechen aus Sicht der Performance AG zumindest kurzfristig für eine gewisse Stabilisierung an den Märkten.
Im Aktienbereich sieht Jacobs zunehmend interessante Chancen bei Small Caps. Während Large Caps in den vergangenen Jahren deutlich besser abschnitten, sprechen Bewertungsargumente inzwischen verstärkt für kleinere Unternehmen. Dennoch setzt die Performance AG nicht auf ein Entweder-oder zwischen großen und kleinen Titeln.
„Wir achten darauf beide Segmente nebeneinander zu allokieren, da es sachliche Argumente für beide Segmente gibt“, so Jacobs.
Die Anlagestrategie der Performance AG bleibt damit klar wachstumsorientiert: Investiert wird gezielt in Themen, Trends und Regionen mit langfristig hohem Wachstumspotenzial – insbesondere dort, wo strukturelle Entwicklungen wie Digitalisierung, Halbleitertechnologie und demografischer Wandel zusätzlichen Rückenwind liefern.
| Rang | Teilnehmer | Perf. 2026 |
|---|---|---|
| 1 | Zindstein Vermögensverwaltung GmbH | 19,82% |
| 2 | SJB FondsSkyline | 17,00% |
| 3 | HOPPE VermögensBetreuung | 14,40% |
| 4 | Urban & Kollegen | 11,73% |
| 5 | Oberbanscheidt | 11,65% |
| 6 | Fonds Laden | 11,17% |
| 7 | Nordproject | 9,84% |
| 8 | Performance AG | 8,51% |
| 9 | QBS Invest | 8,40% |
| 10 | Plan F | 8,22% |
| 11 | Top Vermögen | 7,82% |
| 12 | Plutos Vermögensverwaltung | 6,33% |
| 13 | FONDS & MORE GmbH | 6,01% |
| 14 | ALPS Family Office | 5,70% |
| 15 | Bank für Vermögen | 5,52% |
| 16 | Source for Alpha | 5,24% |
| 17 | Greiff Capital | 5,17% |
| 18 | Acatis | 3,50% |
| 19 | FIVV AG | 3,41% |
| 20 | VALEXX AG | 2,66% |
| 21 | Höng Wealth Management | 2,65% |
| 22 | Bayerische Vermögen Management | 2,60% |

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