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FondsMeisterschaft 2026: Höng Wealth Management setzt auf Value-Aktien, Frontier Markets und Gold

Sven Schieferhöfer
Asset Allocation

Sven Schieferhöfer von Höng Wealth Managment sieht weiter hohe Volatilität an den Börsen – Chancen bei Frontier Markets und Bitcoin.

09.07.2026 | 14:00 Uhr von «Jörn Kränicke»

Die Aktienmärkte könnten nach Einschätzung von Sven Schieferhöfer von HÖNG WEALTH MANAGEMENT bis in den Herbst hinein von erhöhten Schwankungen geprägt bleiben. Der Vermögensverwalter verweist auf die weiterhin hohen Bewertungen insbesondere im Bereich Künstliche Intelligenz, Halbleiter und Kryptowährungen.

Trotz der kurzfristigen Unsicherheiten erwartet Schieferhöfer einen positiven Jahresausklang. Insgesamt bleibt er jedoch vorsichtig positioniert und setzt vor allem auf Value-Titel.

Hohe Bewertungen im Technologiesektor sorgen für Risiken

Aus Sicht von HÖNG WEALTH MANAGEMENT wird entscheidend sein, ob mögliche Korrekturen im KI-, Halbleiter- und Kryptosektor auf andere Marktbereiche übergreifen. Gerade die Entwicklung der hoch bewerteten Wachstumssegmente könnte die Stimmung an den Aktienmärkten in den kommenden Monaten maßgeblich beeinflussen.

Vor diesem Hintergrund bevorzugt Schieferhöfer derzeit eine wertorientierte Anlagestrategie. Value-Aktien könnten seiner Ansicht nach Nachholpotenzial besitzen und bei möglichen Marktrückgängen geringere Verlustrisiken aufweisen.

Frontier Markets bleiben interessant

Positiv bewertet der Vermögensverwalter weiterhin die Perspektiven von Frontier Markets. Die bislang starke Entwicklung dieser Märkte im Jahr 2026 könnte sich nach seiner Einschätzung fortsetzen.

Als Gründe nennt Schieferhöfer die demografischen Vorteile vieler Frontier-Staaten, vergleichsweise günstige Unternehmensbewertungen sowie die Funktion dieser Märkte als Diversifikationsalternative zu den stark technologiegetriebenen Börsen in den Industrieländern.

Zusätzliche Chancen könnten sich ergeben, falls der US-Dollar gegenüber anderen Währungen an Wert verliert. Viele Unternehmen in Frontier Markets haben Anleihen in US-Dollar emittiert und könnten von einem schwächeren Greenback profitieren.

Inflationsrisiken belasten Rentenmärkte

Weniger optimistisch fällt der Ausblick für klassische Anleihen aus. Schieferhöfer rechnet aufgrund geopolitischer Spannungen, der Energiekrise und struktureller Herausforderungen wie der Alterung vieler Industrieländer mit anhaltendem Inflationsdruck.

Auch mögliche Störungen bei wichtigen Lieferketten könnten nach seiner Einschätzung die Preisentwicklung zusätzlich antreiben. Vor diesem Hintergrund dürfte es für Anleger zunehmend schwieriger werden, mit traditionellen Rentenportfolios attraktive reale Renditen zu erzielen.

Yen-Carry-Trades als unterschätzter Risikofaktor

Besondere Aufmerksamkeit widmet Schieferhöfer den sogenannten Yen-Carry-Trades. Dabei leihen sich Investoren Kapital zu niedrigen Zinsen in Japan und investieren es in höher verzinste Anlageklassen weltweit.

Solange die Zinsdifferenzen zwischen Japan und den USA beziehungsweise Europa hoch bleiben, dürfte dieses Modell weiter funktionieren. Sollten die japanischen Zinsen jedoch stärker steigen und sich die Zinsabstände verringern, könnte die Rückabwicklung solcher Positionen nach Einschätzung des Vermögensverwalters erheblichen Druck auf Aktienmärkte, Schwellenländer und andere risikoreiche Anlagen ausüben.

Gold und Bitcoin bleiben gefragt

Bei Gold und digitalen Vermögenswerten unterscheidet Schieferhöfer klar zwischen Bitcoin und anderen Kryptowährungen. Während er Bitcoin als eigenständige Geldeinheit betrachtet, sieht er andere Kryptowerte vor allem als technologische Anwendungen.

Als zentrale Kurstreiber für Gold und Bitcoin nennt er die weltweit steigende Staatsverschuldung, das anhaltende Wachstum der Geldmenge sowie die damit verbundenen Inflations- und Vertrauensrisiken. Beide Anlageformen würden von vielen Investoren als politisch unabhängige Wertspeicher wahrgenommen.

Den jüngsten Rückgang des Goldpreises interpretiert Schieferhöfer nicht als Zeichen struktureller Schwäche. Vielmehr könne die aktuelle Korrektur den Ausgangspunkt einer neuen Aufwärtsphase bilden, abhängig von der Reaktion der Notenbanken auf mögliche Stresssituationen an den Finanzmärkten.

Warum viele Multi-Asset-Fonds hinter den Erwartungen zurückbleiben

Mit Blick auf die bislang enttäuschende Entwicklung vieler Misch- und Multi-Asset-Fonds sieht Schieferhöfer vor allem die gestiegenen Zinsen als Belastungsfaktor. Die Rentenbausteine vieler Fonds hätten ihre traditionelle Rolle als Stabilisator nicht erfüllen können.

Zudem habe die starke Entwicklung von Technologieaktien dazu geführt, dass viele breit diversifizierte Fonds gegenüber den großen Wachstumswerten ins Hintertreffen geraten seien. Anleger, die nicht ausreichend in Technologiewerten investiert waren, hätten nur begrenzt von den Kursanstiegen profitieren können.

Für die kommenden Monate sieht Schieferhöfer daher weiterhin Chancen bei Value-Aktien, Frontier Markets sowie ausgewählten Sachwerten wie Gold und Bitcoin.

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1. Fondsliga Teilnehmer 2026

Rang Team Perf. 2026
1 SJB FondsSkyline 15,86%
2 Zindstein Vermögensverwaltung GmbH 13,04%
3 Fonds Laden 12,26%
4 Urban & Kollegen 11,98%
5 HOPPE VermögensBetreuung 11,60%
6 Performance AG 10,94%
7 Nordproject 9,47%
8 Top Vermögen 9,24%
9 Oberbanscheidt 8,32%
10 Source for Alpha 7,64%
11 ALPS Family Office 6,77%
12 QBS Invest 6,56%
13 Bank für Vermögen 6,06%
14 Plan F 5,97%
15 Plutos Vermögensverwaltung 5,75%
16 FONDS & MORE GmbH 5,01%
17 Acatis 4,82%
18 Greiff Capital 4,63%
19 FIVV AG 3,92%
20 VALEXX AG 2,32%
21 Höng Wealth Management 2,15%
22 Bayerische Vermögen Management -5,31%

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