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Hugo Boss: Warum GANÉ das 38-Euro-Angebot der Frasers Group für deutlich zu niedrig hält

Fondsmanager Uwe Rathausky hält das Übernahmeangebot für Hugo Boss für viel zu niedrig.
Aktien

Die Frasers Group will Hugo Boss für 38 Euro je Aktie übernehmen. Fondsmanager Uwe Rathausky von GANÉ hält das Angebot jedoch für deutlich unterbewertet und sieht den britischen Großaktionär in einer strategisch günstigen Ausgangslage, um seine Kontrolle weiter auszubauen.

12.06.2026 | 09:55 Uhr

„Das vorgelegte Angebot von 38 Euro pro Aktie werte ich als Low-Ball-Angebot, das deutlich unter dem tatsächlichen Unternehmenswert von Hugo Boss liegt.

Hugo Boss wird in den kommenden Jahren erhebliche freie Cashflows generieren

Die Frasers Group hat hierfür einen aus ihrer Sicht aus mehreren Gründen hervorragenden Zeitpunkt gewählt: Erstens versucht sie, die Kontrolle über Hugo Boss am Tiefpunkt des Ertragszyklus und auf Basis einer sehr niedrigen Bewertung zu erlangen. Zweitens ist die angebotene Prämie auf den Börsenkurs in einer sehr angespannten Marktsituation bewusst minimal gewählt. Drittens hat Hugo Boss den Investitionszyklus der letzten Jahre abgeschlossen, ist nettoschuldenfrei in Bezug auf zinstragende Verbindlichkeiten und wird in den kommenden Jahren erhebliche freie Cashflows generieren. Viertens hat Hugo Boss die Dividende gestrichen, um eigene Aktien zu erwerben – dem ist die Frasers Group mit dem freiwilligen Übernahmeangebot nun erstmal zuvorgekommen.

Frasers Group will zukünftige Flexibilität gewinnen

Die Frasers Group möchte mit der Angabe des freiwilligen Übernahmeangebots zukünftige Flexibilität gewinnen. Gelingt es der Frasers Group, mit dem Angebot die 30 Prozent zu überschreiten, kann sie zukünftig nach Abschluss des Angebots flexibel agieren und weitere Aktien über die Börse zukaufen.“ (jk)

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