Der alphaport Credit Opportunities geht einen anderen Weg als klassische Rentenfonds. Mit einem flexiblen Multi-Manager-Ansatz, klarer Fokussierung auf Credit-Märkte und institutionellem Zugang zu attraktiven Strategien will der Fonds gezielt Mehrwert im Anleihebereich erschließen.
08.07.2026 | 13:30 Uhr von «Peter Gewalt und Jörn Kränicke»
Im Zentrum des Konzepts steht ein klar aktiver Ansatz: Das Portfoliomanagement investiert nicht direkt in einzelne Anleihen, sondern in ausgewählte Renten-Zielfonds weltweit. Der Fokus liegt dabei auf globalen Credit-Märkten – von Unternehmensanleihen aus Industrieländern über Emerging-Markets-Staatsanleihen bis hin zu High-Yield-Segmenten in Euro und US-Dollar.
Der Investmentprozess basiert auf einem mehrstufigen Selektionsverfahren, das quantitative und qualitative Kriterien kombiniert. Ziel ist es, ausschließlich jene Fondsmanager zu identifizieren, die in ihren jeweiligen Marktsegmenten langfristig überdurchschnittliche risikoadjustierte Ergebnisse erzielen können. „Wir glauben, dass man im Anleihemarkt vor allem über die Auswahl der richtigen Manager Mehrwert schafft – nicht über das bloße Halten einzelner Titel“, sagt Marc-André Göricke, vom Portfolioteam des alphaport Credit Opportunities (ISIN: DE000A4150C2). Die Manager können aber auch ausgewechselt werden, wenn es zu wesentlichen Veränderungen im Team kommt, wenn der Zielfonds zu groß wird oder „wenn sich am Investmentprozess etwas Grundlegendes ändert“, betont Göricke.
Anders als viele klassische Dachfondslösungen setzt der alphaport Credit Opportunities bewusst auf ein konzentriertes Portfolio mit einer begrenzten Zahl handverlesener Strategien. Dadurch soll sichergestellt werden, dass jede einzelne Position einen klaren Mehrwert liefert „Wir wollen keine 20 durchschnittlichen Ideen im Portfolio, sondern lieber wenige, hinter denen wir wirklich stehen.“
Die aktuelle Allokation verdeutlicht diesen opportunistischen Ansatz. Schwerpunkte liegen unter anderem auf:
Die Gewichtung wird dabei laufend an das Marktumfeld angepasst. Zielgröße ist eine langfristige Outperformance gegenüber dem Bloomberg Global Credit Total Return Index (EUR hedged). „Wir versuchen nicht, Märkte kurzfristig zu timen – aber wir schauen sehr genau hin, wo sich gerade die besten Chancen im Verhältnis zum Risiko biete“, so Göricke.
Der Dachfonds ist nicht an starre regionale oder sektorale Vorgaben gebunden, sondern kann Renditequellen weltweit opportunistisch nutzen. Damit eignet sich das Konzept vor allem für Marktphasen, in denen sich Chancen innerhalb der globalen Rentenmärkte schnell verschieben. „Gerade im Credit-Bereich ändern sich Opportunitäten schnell – deshalb ist es entscheidend, nicht in starren Quoten zu denken.“
Das Management kombiniert klassische Investment-Grade-Anlagen mit renditestärkeren Segmenten wie High Yield oder Emerging Markets Debt. Entscheidend ist dabei stets die risikobewusste Steuerung der Gesamtallokation.
Unterstützt wird dieser Ansatz durch die langjährige Marktvernetzung des Hauses. Laut Göricke erhält der Fonds dadurch teilweise Zugang zu limitierten Seeding-Anteilsklassen sowie zu ausgewählten Strategien, die für viele Anleger nicht mehr zugänglich sind.
Ein wesentliches Merkmal des Fonds liegt in seiner Kostenstruktur. Aufgrund der institutionellen Verhandlungsmacht (mehr als 16 Mrd. EUR vergebenes Mandatsvolumen seit 2003) kann alpha portfolio advisors Zielfonds zu deutlich günstigeren Konditionen einkaufen. Rückvergütungen und reduzierte Gebühren auf Ebene der Zielfonds sollen die Gesamtkostenquote spürbar senken. Gerade im Dachfondssegment, das häufig unter hohen Gebührenstrukturen leidet, positioniert sich der alphaport Credit Opportunities damit als vergleichsweise kosteneffiziente Lösung.
Das 1998 gegründete Unternehmen verfügt über mehr als 28 Jahre Erfahrung in der Beratung institutioneller Investoren und in der Selektion aktiver Asset Manager. Zu den Kunden zählen unter anderem Versicherungen, Versorgungswerke, Pensionskassen, Family Offices und Stiftungen.
Das Team von alpha portfolio advisors ist nach eigenen Angaben selbst substanziell im Fonds investiert. Zudem erfolgt ein Teil der Vergütung erfolgsabhängig – ein Modell, das die Interessengleichheit zwischen Management und Anlegern stärken soll. „Der Fonds ist ein High Conviction-Produkt, daher sitzen wir mit unseren Investoren in einem Boot.“ Ziel des alphaport Credit Opportunities Fonds sei es, über einen Kreditzyklus hinweg fünf Prozent Rendite nach Kosten im Jahr zu erzielen.
Nur wenige Monate nach Auflage hat der Fonds bereits ein Volumen von über 173 Millionen Euro erreicht. Das Konzept kommt bei den Investoren also an.
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