Vom Börsenliebling zum Krisenfall: Die Diageo-Aktie hat in den vergangenen Jahren rund 60 Prozent an Wert verloren. Gleichzeitig ist die Bewertung des Spirituosenriesen auf ein historisch attraktives Niveau gefallen. Können starke Marken, Kostensenkungen und der Trend zu hochwertigem Alkohol den Turnaround einleiten? Warum die Aktie des Guinness- und Johnnie-Walker-Herstellers jetzt wieder einen genaueren Blick wert sein könnte.
19.06.2026 | 14:30 Uhr von «Felix Schleicher»
„Die Aktien von Konsumgütern gehörten in den letzten Jahren zu den größten Verlierern. Die Wachstumsraten schwächten sich ab und die gestiegenen Kosten konnten nicht vollständig weitergegeben werden. Vor allem jedoch wurden die Bewertungen der ehemaligen Börsenlieblinge deutlich günstiger. Das sieht man auch an der britischen Diageo, dem Weltmarktführer bei Premium Spirituosen. Das KGV schrumpfte von zumeist 20 auf aktuell nur noch zwölf. Diageo besitzt ein starkes Markenportfolio mit Guinness, Johnny Walker, Baileys oder Smirnoff. 13 Marken haben einen Jahresumsatz von mehr als einer Milliarde Dollar.
Den eingangs geschilderten Problemen entgegnet der neue CEO Lewis mit Kostensenkungen, für die er ein ausgewiesener Experte ist. Diageo erwartet zudem, dass die Konsumenten zwar weniger Alkohol trinken, dafür aber bessere Qualität. Das sollte auch den Aktienkurs wieder beleben, der um 60 Prozent korrigierte. Diageo ist auf dem aktuellen Niveau ein ideales Langfristinvestment mit einer Dividendenrendite von knapp drei Prozent, das zudem kein potenzielles Opfer der technologischen Disruption ist."
Felix Schleicher durfte im Rahmen seiner Tätigkeit André Kostolany noch über Jahre erleben und schöpft heute aus dem enormen Erfahrungsschatz des Altmeisters.
Hinweis laut § 34b WpHG: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren entweder investiert oder erwägt ein Engagement. Die in dem Artikel enthaltenen Angaben stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar.
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