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Batteriespeicher werden zur neuen Infrastruktur-Assetklasse

Martin Krause von der BVT Unternehmensgruppe
Private Equity

Die Energiewende treibt den Markt für Batteriespeicher massiv an – und eröffnet zugleich neue Investmentchancen für institutionelle und private Anleger. Zu diesem Ergebnis kam Martin Krause von der BVT Unternehmensgruppe beim 2. Munich Fund Summit 2026. Der Assetmanager bereitet derzeit einen Publikumsfonds für Großbatteriespeicher vor und positioniert sich damit in einem Marktsegment, das in den kommenden Jahren erheblich wachsen dürfte.

10.06.2026 | 14:00 Uhr von «Jörn Kränicke»

Im Mittelpunkt der Präsentation von Krause stand die wachsende Volatilität des deutschen Strommarktes. Mit dem steigenden Anteil erneuerbarer Energien verschärft sich die Diskrepanz zwischen Stromerzeugung und Stromverbrauch. „Insbesondere zur Mittagszeit entstehen durch hohe Solarstromproduktion zunehmend Stromüberschüsse, während in anderen Tageszeiten Versorgungslücken auftreten“, so Krause. Diese sogenannte „Duck Curve“ sorgt laut dem BVT-Geschäftsführer für deutlich stärkere Preisschwankungen an den Strommärkten.

Enormer Investitionsbedarf bei Speicherlösungen

Genau hier setzen Batteriespeicher an. Sie sollen überschüssigen Strom aufnehmen und zeitversetzt wieder ins Netz einspeisen. Aus Sicht von BVT werden Speichertechnologien damit zu einem zentralen Baustein der künftigen Energieinfrastruktur. Die Argumentation stützt sich dabei nicht nur auf den steigenden Bedarf an Netzstabilisierung, sondern auch auf die wirtschaftliche Entwicklung der Technologie. Laut Krause sinken die Systemkosten stationärer Batteriespeicher seit Jahren deutlich, während gleichzeitig die installierte Kapazität stark zunimmt.

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„Europaweit sehen wir einen enormen Investitionsbedarf bei Speicherlösungen. Ohne Batteriespeicher wird die Integration erneuerbarer Energien in dieser Größenordnung kaum möglich sein“, sagte Krause. Gleichzeitig entstehe daraus ein langfristig attraktiver Infrastrukturmarkt mit stabilen Cashflow-Perspektiven für Investoren.

Deutschland hat Nachholbedarf beim Ausbau von Batteriespeichern

Besonders hervor hebt BVT den Nachholbedarf Deutschlands beim Ausbau von Batteriespeichern. Während andere Märkte beim Verhältnis von Speicherkapazität zur Netzlast bereits deutlich weiter seien, stehe der deutsche Markt noch am Anfang eines strukturellen Wachstumszyklus.

Mit dem geplanten Batteriespeicherfonds knüpft BVT an seine lange Historie im Bereich Energieinfrastruktur an. Krause verweist auf mehr als drei Jahrzehnte Erfahrung mit Energiefonds – vom ersten Windparkfonds Ende der 1980er Jahre bis hin zu aktuellen Investments in Netzinfrastruktur und erneuerbare Energien. Insgesamt verwaltet die Gruppe nach eigenen Angaben ein Investitionsvolumen von rund 4,4 Milliarden Euro.

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