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FR Weekly: DAX-Anleger im Bann des Handelskrieges

Seit Wochen lastet der Handelsstreit auf dem Deutschen Leitindex. Zuletzt gab es zumindest für Europa Entwarnung. Ob der Ausbruch nach oben von Dauer ist, bleibt angesichts der fragilen Lage fraglich.

09.07.2018 | 11:39 Uhr von «Dominik Weiss»

Anfang letzter Woche haben die Experten mit weiteren Einbrüchen gerechnet. Doch der DAX überraschte zum Wochenausklang mit einem Plus von gut 1,5%. Grund dafür war einerseits die Abwendung einer Regierungskrise in Deutschland sowie andererseits die überraschende Ausnahmeregelung von den Strafzöllen, die von der US-Regierung deutschen Autobauern in Aussicht gestellt worden ist. Knapp unter der runden Marke von 12.500 Punkten verabschiedete sich der Blue Chips Index ins Wochenende. Zum Handelsstart setzt sich der Aufwärtstrend fort. Der DAX dotierte am Vormittag deutlich über der 12.500 Punkte-Marke.

Trotz der sichtbaren Entspannung wird der Handelskonflikt auch in dieser Woche seine Schatten auf die Finanzmärkte werfen. Am Wochenende belegten die USA China mit Strafzöllen in Höhe von 34 Mrd. US-Dollar. China reagierte umgehend und erhob Abgaben auf US-Importe in derselben Höhe. Andreas Büchler warnt angesichts der unsicheren Ausgangssituation vor einem Einstieg. Aus charttechnischer Sicht stelle die 12.550 Punkte eine Barriere dar, diebisher mehrfach zu einer Trendumkehr geführt habe, so Büchler auf „börse-online“. Auf weitere Gewinne könnten Anleger erst nach dem Durchbruch bei 12.620 Punkten rechnen.

Auf lange Sicht trüben sich die Aussichten nach Einschätzung der Hessisch en Landesbank deutlich ein. Ein Handelskrieg kenne nur kurzfristig Gewinner, so der Tenor im aktuellen Marktausblick. Zwar könne Trump den Chinesen kurzfristig „mehr wehtun“.  Aber„das heißt nicht, dass die USA von einem „Handelskrieg“ profitieren würden“, soPatrick Franke, Finanzmarkspezialist der Helaba. „Per saldo werden nicht nur die amerikanischen Verbraucher belastet, auch die US-Unternehmen als Ganzes werden leiden“, so seine Prognose.

Berichtssaison startet in den USA

Wo die Reise hingeht, dürfte die zum Wochenausklang beginnende Berichtssaison anzeigen. Am Freitag legen die ersten US-Großbanken ihre Zahlen für das zweite Quartal vor. In der folgenden Woche ziehen einige DAX-Unternehmen nach. Marktbeobachter erwarten sich von den Zahlen Hinweise darauf, wie die Unternehmen den Handelskonflikt bewerten.  „Während die meisten US-Unternehmen auf Basis saftiger Gewinnsteigerungen optimistisch in die Zukunft blicken werden“, meint Robert Greil, Chefstratege der Privatbank Merk Fink, „dürften sich Europas Unternehmen allerdings bei moderateren Wachstumsraten skeptischer geben".

Am morgigen Dienstag wird der neue ZEW-Index bekannt gegeben. Experten rechnen mit weiter einbrechenden Konjunkturaussichten. Bereits im Mai waren die Werte für Exporte, Aufträge und Produktion wegen des Handelskrieges hinter den Erwartungen zurück geblieben.  

Diese Befürchtung vertritt auch der Chefvolkswirt derBayerischen Landesbank, Dr. Jürgen Michels: „Insbesondere die exportorientierte Industrie zeigt sich verunsichert von der Entwicklung des Handelskonflikts und möglicher Folgen. Sollte die Unsicherheit zum Aufschub von Investitionen führen, droht eine unmittelbare Belastung für die Konjunktur“, so Michels. Das werde sich auch auf den DAX auswirken. Mit der jüngsten Eskalation des Handelsstreits zwischen den USA und China, habe sich das Chance-Risiko-Verhältnis an den europäischen Aktienmärkten verschlechtert, schließt Michels.

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