Zwingt der starke Euro die EZB zu Leitzinssenkungen?

Edgar Walk, Chefvolkswirt Metzler Asset Management
Marktausblick

Der Euro hat die 1,20-Dollar-Marke geknackt – und das ist weniger ein europäisches Wunder als ein Warnsignal aus den USA:

30.01.2026 | 13:17 Uhr

Am Devisenmarkt bröckelt das Vertrauen in den Dollar als institutioneller Anker. Was zunächst wie ein gewöhnlicher Wechselkursimpuls wirkt, könnte sich als Beginn eines größeren Re-Balancings entpuppen: erste Investoren reduzieren US-Engagements, Kapital wird zurück nach Europa gezogen – und der Euro gewinnt an Zugkraft.

Für die EZB ist das heikel. Denn ein stärkerer Euro dämpft Inflation und Wachstum – ausgerechnet in einer Phase, in der Exporteure ohnehin unter China-Druck und Handelskonflikten leiden. Wo liegt die Schmerzgrenze der Währung für die EZB? Und ab wann wird aus „Abwarten“ eine Leitzinssenkung?

Edgar Walk erläutert, warum der starke Euro zum geldpolitischen Zünglein an der Waage werden könnte – und weshalb der US-Arbeitsmarkt die nächste entscheidende Kursmarke setzt.

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