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FR Weekly: Gewitterwolken im DAX

Der DAX tritt weiter auf der Stelle. Die neuerlichen Eskapaden von US-Präsident Trump sowie die weiterhin schwelenden Krisenherde werden die Märkte auch in dieser Woche prägen.

11.06.2018 | 11:34 Uhr von «Dominik Weiss»

Nachdem es unter der Woche kurz nach einem Ausbruch aus dem Trendkanal ausgesehen hatte, ging es zum Wochenschluss noch einmal turbulent zu und der DAX mit 12.766 Punkten aus dem Handel. Am Freitag zuvor endete die Börsenwoche bei 12.724 Punkten. Der DAX tendiert weiterhin seitwärts. Und das, obwohl es kaum an relevanten Nachrichten mangelt.

Am Wochenende gab US-Präsident Trump den Ausstieg aus den G7-Abkommen bekannt. Für die Gewinnaussichten der exportorientierten deutschen Wirtschaft eher weniger gute Nachrichten und damit eine rote Ampel für Aktienanleger.

Schlechte Nachrichten kommen auch aus dem Inland. Das Bundeswirtschaftsministerium gabdie neuen Zahlen zum April-Auftragsbestand von Industrie, Bau und Versorgernbekannt. Zwar sei der Auftragsbestand nach wie vor sehr hoch, allerdings die Auftragseingänge zum vierten Mal in Folge rückläufig. Ein Wachstumsminus verzeichneten sowohl Industrie (-1,7 %) als auch Konsumgüterproduzenten (-2,1 %).

Weitere Unsicherheit kommt zudem aus Italien. Die dortige Regierung hat ein 93 Mrd. Euro schweres Programm vorgelegt, das der mit 2,3 Bio. Euro verschuldete italienische Staat kaum wird finanzieren können.

EZB tagt am Donnerstag

Mit Spannung erwartet wird deswegen auch die geldpolitische Sitzung der EZB. Tobias Basse von der Nord/LB geht davon aus, dass die Notenbanker den Ausstieg aus dem Aufkaufprogramm verkünden werden: „Wir rechnen damit, dass die EZB zum Jahresende aus dem QE-Programm aussteigt“, so Basse, das deuteten die Äußerungen von EZB-Chefvolkswirt Peter Praet an. Ulf Krauss von der Helaba, geht ebenfalls von einem Ende des QE aus, da eine QE-Verlängerung angesichts in einigen Bereichen lehrgekaufter Anleihemärkte und der Annäherung des Anleihebestands an rechtlich kritische Marken ohnehin kaum möglich sei, so Krauss.

Stefan Kipar von der bayerischen Landesbank hält einen Ausstieg aus dem QE angesichts der schwelenden Italien-Krise allerdings nicht für beschlossene Sache. Die letzten Wochen hätten gezeigt, dass die Sorgen um die Stabilität der Währungsunion an den Märkten noch immer vorhanden seien, so Kipar.

Bereits am Mittwoch treffen sich die US-Notenbanker zur Leitzinsentscheidung. Der nächste Zinsschritt gilt als ausgemachte Sache.

Die Deutsche Bank sieht den DAX weiterhin auf Wackelkurs: „Solange der Index nicht oberhalb von 12.850 Punkten aus dem Handel geht und damit die Rückkehr in die November-Seitwärtsrange vollzieht, muss durchaus mit weiteren scharfen Rücksetzern gerechnet werden“. Eine Wiederaufnahme der Rallye sei allerdings erst bei Kursen über 13.041 Punkten zu erwarten.

Gold bis 1.500 USD

Angesichts der sich ausbreitenden politischen Krisen, fragt sich, warum der Preis von Gold - bekannt als sicherer Hafen in unruhigen Zeiten - nach wie vor nicht in die Höhe schnellt. Dirk Heß, Co-HeadEMEA Warrant Sales & Distribution bei Citigroup, sieht dafür einerseits dieZinsentwicklung auf dem US-Markt verantwortlich. Durch den Anstieg der Bonds-Coupons hätten sich die Opportunitätskosten von Gold erhöht, so der Finanzexperte. Zum anderen sei Gold durch den jüngsten Kletterkurs des US-Dollars für Käufer außerhalb der USA teurer geworden. Dennoch hält es Heß unter Berufung auf eine Studie von Thomson Reuters für schlüssig, dass der Goldpreis noch in diesem Jahr die 1.500 US-Dollar-Marke knackt. Die nicht aufzuhören scheinende Welle politischer Brandherde sowie die Unberechenbarkeit von US-Präsident Trump würden auf Sicht Anleger wieder zum Edelmetall greifen lassen. Zudem erwarte er eine ansteigende Nachfrage von Seiten der Notenbanken, die sich in den letzten 18 Monaten stark zurück gehalten hätten.

Das machen Bitcoin & Co

Wie immer nach anfänglichem Hype, ist es ruhiger geworden um den Newcomer Digitalwährung.

Bitcoin ist mit einer Marktkapitalisierung von gut 98,5 Mrd. Euro noch immer die größte Kryptowährung. Der Bitcoin-Preis sank in der vergangenen Woche um rund 600 Euro auf jetzt 5.770 Euro je Einheit.

Auf weniger als die Hälfte Marktgewicht kommt Ethereum (45,4 Mrd. Euro). Auch Ether verzeichneten in der letzten Woche starke Verluste. Von 524 Euro am letzten Montag ging es runter auf knapp 450 Euro.

Ripple: Tagesminus von 7,5 %, Wochenminus von gut 12 %

Coinmarket Ripple
Coinmarket Ripple

Quelle: Coinmarketcap

Zur drittstärksten Kryptowährung hat sich mittlerweile Ripple gemausert. Ihr Gesamtwert summiert sich auf 19,7 Mrd. Euro. Der Preisverfall im Wochenchart ist ähnlich. Ein Ripple kostete vor sieben Tagen gut 0,57 Euro, heute wird er mit gut 12 % weniger gehandelt (0,50 Euro).

Randnotiz: Spieler des FC Bayern gibt Kryptowährung heraus

Rodriguez James, Mittelfeldstratege beimFC Bayern München hat zum Ende des letzten Monats ebenfalls eine eigeneKryptowährung ausgegeben. Die „JR10“ getauften Token sind Blockchain-basiert und in Kooperation mit dem FinTech „Selfsell“ entstanden. Fans sollen damit Merchandiseartikel erwerben, an Fanclub-Aktivitäten teilnehmen und vom „wachsenden Wert“ des Kolumbianers profitieren können. Inwiefern mit den Token anderweitig gehandelt werden kann, wurde nicht bekannt. Ob sich das Investment auszahlt bleibt also abzuwarten. James selbst erhielt von „Selfsell“ ein fixes Honorar für seine Zusage, die Token heraus zu geben.

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