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Gold

Die besten Goldminenfonds

Der Goldpreis hat bereits die 2000-Dollar-Marke erreicht, Tendenz steigend. Von dem Run aufs gelbe Metall profitieren Goldminen-Aktienfonds überproportional. Worauf Anleger jetzt achten sollten.

11.03.2022 | 07:30 Uhr von «Matthias von Arnim»

Gold ist so teuer wie niemals zuvor – jedenfalls für Anleger aus dem Euroraum. Der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) des Edelmetalls sprang im gestrigen Tagesverlauf (10. April 2022) über die Marke von 2.000 US-Dollar. In Euro gerechnet stieg die Notierung bis auf 1.818 Euro. Das ist historischer Rekordwert.

Der Preissprung in den vergangenen Wochen belegt, dass Gold immer noch als Krisenwährung funktioniert. Corona, Inflation, Krieg: Die Welt hat derzeit ausreichend viele Krisen zu bieten. Und so steigt der Goldpreis weiter. Denn die Alternativen zum Gold scheinen vielen Anlegern derzeit wenig attraktiv. Die Aktienmärkte sind hochvolatil. Viele Investoren haben deshalb ihre Aktienbestände in den Portfolios zurückgefahren. Auch die Renditen vieler Staatsanleihen tendieren immer noch im Minus. Zinslose Geldanlagen wie Gold wirken im Vergleich dazu verlockend, vor allem, wenn der Goldpreis wie zuletzt stark steigt. Dazu kommt, dass die Angst vor einem weiteren Anstieg der Inflationsraten wächst. Gold strahlt dagegen Sicherheit aus. Warum auch immer. Es gibt eigentlich keinen Grund dafür. Gold zahlt keine Zinsen und Dividenden. Aber allein der Ruf als Krisenwährung wirkt. Es ist eine sich selbst erfüllende Prophezeiung.

Goldminenfonds als Fels in der Brandung

Viele Anlegerdepots wurden in den vergangenen Wochen arg durchgeschüttelt. Glücklich konnte sich schätzen, wer als Stabilisator Gold-ETFs und vor allem Goldminenfonds im Portfolio hatte. Denn diese sorgten mitten im Börsensturm in den Depots für einen wohltuenden Ausgleich – vorausgesetzt, man hat den richtigen Fonds im Portfolio.

Die Performance der Goldminenfonds ist zum Teil sehr unterschiedlich. Geht es um die Wertentwicklung im laufenden Jahr, liegt das Feld noch vergleichsweise dicht beieinander. Wenn man sich die langfristigen Performanceunterschiede ansieht, fällt jedoch auf, dass nicht alles glänzt, wo Gold draufsteht. Die Spanne reicht von deutlich zweistelligen Wertverlusten in Prozent innerhalb von zehn Jahren bis hin zu über 60 Prozent Kursgewinn, kumuliert in Euro. Das wirkt auf den ersten Blick überraschend. Schließlich ist das Geschäft der Goldminengesellschaften scheinbar simpel: Gold fördern, am Markt verkaufen, fertig. Doch die Tücke liegt im Detail. Die höchsten Kosten bei der Goldförderung sind die Ausgaben für Energie. Gold auf dem Gestein zu schürfen, ist ein aufwändiges, energieintensives Unterfangen. Die Kostensteuerung in diesem Bereich ist deshalb ein Schüsselsegment für die Ertragskraft eines Unternehmens. Hier sind die Fondsmanager gefragt, die Spreu vom Weizen zu trennen. 

Die Förderkosten pro Tonne werden umso wichtiger, je mehr der Goldpreis schwankt. Denn die Gewinne der Goldminen-Gesellschaften berechnen sich aus der Differenz zwischen Förderkosten und Goldpreis. Ein Unternehmen, das beispielsweise 900 Dollar pro Feinunze an Gesamtförderkosten hat, hat bei einem Goldpreis von 1.550 Dollar – dem Preis am Jahresanfang 2020 – einen Gewinn von 650 US-Dollar pro Feinunze erzielt. Aktuell ist Gold 29 Prozent teurer als vor rund zwei Jahren. Ein Unternehmen mit den oben beispielhaft genannten Förderkosten verdient nun rund 1.100 US-Dollar pro Feinunze – also 69 Prozent mehr als Anfang 2020. Das Rechenbeispiel macht deutlich, welche Hebelwirkung der Goldpreis auf die Ertragskraft von Goldminengesellschaften hat – und damit auch auf deren Aktienkurs. Goldminenfonds, die hier die besten Perlen aus der Vielzahl der Gesellschaften in ihrem Portfolio vereint haben, können ihren Anlegern viel Freude bereiten.

Fazit: Die kommenden Monate dürften für Anleger wohl noch einige Überraschungen bereithalten. Die Unsicherheit könnte dabei als Konstante bleiben und den Goldpreis weiter antreiben. Für Goldminenfonds besteht damit weiteres Aufwärtspotenzial, selbst wenn der Goldpreis auf dem jetzigen Niveau stagnieren würde. Denn die Aktienkurse von Minengesellschaften reagieren erfahrungsgemäß mit Verzögerung auf den Goldpreis. Der jüngste Preissprung ist also noch nicht in allen Kursen enthalten.

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