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Was die Brexit-Verhandlungen für das britische Pfund bedeuten

Schaffen Großbritannien und die EU es doch, ein Brexit-Abkommen zu schließen? Das könnte den Abwertungstrend zum Euro stoppen.

11.08.2020 | 08:45 Uhr von «Julia Groß»

Es ist ein überraschender Hoffnungsschimmer: Michel Barnier, der Brexit-Beauftragte der Europäischen Union (EU), hat sich zu Beginn der Woche optimistisch bezüglich eines möglichen Austrittsabkommens mit Großbritannien geäußert. Auch Vertreter der Niederlande und Irlands seien zuversichtlicher, dass nun doch ein Vertrag zustande kommt, berichteten Insider der Nachrichtenagentur Reuters.

Noch eine Woche zuvor hatten britische Zeitungen geschrieben, die Regierung unter Premier Boris Johnson rechne nicht mehr mit einer Einigung. Die beiden wichtigsten Streitpunkte im Hinblick auf die zukünftigen Beziehungen zwischen Großbritannien und der EU sind der Zugang zu britischen Fischereigebieten und die Forderung, dass sich das Land an die Arbeits- und Umweltschutzrichtlinien der EU hält.

Erneute Hoffnung

Damit steht nun plötzlich wieder die Möglichkeit eines weichen, geregelten Brexits zum Ende des Jahres im Raum. Der Vertrag müsste bis Oktober stehen, damit die EU-Mitgliedsländer ihn bis 31. Dezember ratifizieren können. Eine Einigung, die Bürokratie und Zölle zwischen den bisherigen Handelspartnern verhindert, würde der Wirtschaft des Vereinigten Königreichs auf jeden Fall zugute kommen. Davon profitieren sollte auch das Pfund, das seit Mitte Februar zum Euro an Wert verliert.

Düsterer Ausblick

Die Devisenmärkte scheinen jedoch wenig Vertrauen in den Abschluss eines Abkommens zu setzen: Der Wechselkurs reagierte auf die Nachricht zunächst nur mit kleinen Abschlägen. Zu oft haben die Verhandlungspartner Fristen verstreichen und Deadlines platzen lassen. Unterdessen stöhnt nicht nur die Finanzbranche über die anhaltende Unsicherheit. Eine aktuelle Studie der London School of Economics malt ein düsteres Szenario für die britische Wirtschaft.

Der Brexit werde ausgerechnet die Sektoren hart treffen, die von den Auswirkungen der Corona-Pandemie relativ unberührt geblieben sind, heißt es darin, etwa Pharma, Wirtschaftsprüfer oder das Verlagswesen. Die Pandemie habe zudem die Kapazität der Wirtschaft, weitere Schocks zu verdauen, reduziert. Die Regierung müsse viel detaillierter planen, um die "größte Konjunkturabkühlung in unserer Lebenszeit" vorzubereiten.

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