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DWS setzt auf internationales Wachstum und erhöht Dividende

Stefan Hoops
Asset Manager

Die Aktionäre der DWS Group entscheiden auf der heutigen Hauptversammlung über eine Dividende von 3,00 Euro je Aktie sowie die Wahl von Bas NieuweWeme in den Aufsichtsrat. Gleichzeitig nutzte das Management die Veranstaltung, um die internationale Wachstumsstrategie des Vermögensverwalters zu bekräftigen und die Bedeutung des Heimatmarktes Deutschland hervorzuheben.

03.06.2026 | 11:45 Uhr

Aufsichtsratschef Oliver Behrens zog für das Geschäftsjahr 2024 eine positive Bilanz. Die DWS habe bei den Erträgen einen neuen Rekordwert erzielt und die Kosten trotz eines anspruchsvolleren Marktumfelds nahezu stabil gehalten. Dadurch seien sowohl beim Vorsteuer- als auch beim Nachsteuergewinn Höchstwerte erreicht worden. Auch das verwaltete Vermögen sei auf einen neuen Rekordstand gestiegen.

„Die Fähigkeit, bei den Kosten flexibel auf Veränderungen im Umfeld reagieren zu können, gewinnt in einem raueren Marktumfeld zunehmend an Bedeutung“, sagte Behrens. Vor diesem Hintergrund habe die DWS Ende April ihre Jahresziele bestätigt.

Expansion in Asien 

Für Vorstandschef Stefan Hoops steht nun die nächste Wachstumsphase im Fokus. Die DWS wolle ihre Position in den wichtigsten Volkswirtschaften der Welt weiter ausbauen. Ziel sei es, in den fünf größten Volkswirtschaften jeweils zu den fünf führenden ausländischen Asset Managern zu gehören.

Ein zentraler Baustein ist dabei die Expansion in Asien. Das gemeinsam mit Nippon Life India Asset Management geplante Joint Venture soll der DWS den Zugang zum dynamischen indischen Markt für alternative Investments erleichtern. Darüber hinaus verfolgt das Unternehmen weiterhin das Ziel, seinen Anteil am chinesischen Fondsanbieter Harvest Fund Management auszubauen.

Bullish für Deutschland

Gleichzeitig sieht Hoops auch im Heimatmarkt Deutschland erhebliche Wachstumschancen. Als größter Anbieter von Wertpapier-Publikumsfonds in Deutschland wolle die DWS von politischen Reformvorhaben profitieren. Dazu zählen unter anderem die geplante Rentenreform, Infrastrukturprogramme sowie neue Fördermodelle wie der Deutschlandfonds.

„Wir sind klar bullish für Deutschland“, sagte Hoops und verwies auf die strukturellen Chancen für die heimische Kapitalanlagebranche.

Engere Zusammenarbeit mit der Deutschen Bank

Zusätzliche Wachstumsimpulse erwartet die DWS zudem aus der engeren Zusammenarbeit mit der Deutschen Bank. Die Zugehörigkeit zur Deutsche-Bank-Gruppe verschaffe dem Vermögensverwalter Zugang zu umfangreichen Vertriebs- und Produktentwicklungskapazitäten. Insbesondere im institutionellen Geschäft sowie bei Lösungen für Altersvorsorge und Pensionsmanagement sieht Hoops weiteres Potenzial.

Um die internationale Expansion voranzutreiben, hat die DWS Ende Mai auch die Zuständigkeiten innerhalb der Geschäftsführung neu geordnet. Künftig sollen Kundenorientierung, regionale Präsenz und globale Vertriebsaktivitäten stärker in den Mittelpunkt rücken. (jk)

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