Der Vermögensverwalter DWS erwägt laut Bloomberg eine Umbenennung. Mit einer stärkeren Anlehnung an die Marke Deutsche Bank soll insbesondere das Geschäft mit internationalen institutionellen Investoren gestärkt werden.
10.07.2026 | 00:30 Uhr
Der Vermögensverwalter DWS erwägt nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg eine Rückkehr zum Namen „Deutsche Asset Management“. Wie Bloomberg unter Berufung auf mit den Plänen vertraute Personen berichtet, könnte die Umbenennung noch im Laufe dieses Jahres erfolgen. Ziel sei es, insbesondere bei institutionellen Investoren außerhalb Deutschlands stärker von der internationalen Bekanntheit der Marke Deutsche Bank zu profitieren.
Obwohl die DWS eigenständig an der Frankfurter Börse notiert ist, hält die Deutsche Bank weiterhin knapp 80 Prozent der Anteile. Eine vollständige Rückintegration des Asset Managers in den Deutsche-Bank-Konzern sei nach Informationen von Bloomberg derzeit jedoch nicht geplant.
Dem Bericht zufolge könnte die Marke DWS auf dem deutschen Heimatmarkt bestehen bleiben. Die Deutsche Bank betonte, dass die DWS weiterhin eigenständig agiere. Strategie, Management und Corporate Governance des Vermögensverwalters blieben unverändert.
Eine stärkere internationale Markenpräsenz könnte insbesondere im institutionellen Geschäft von Bedeutung sein. Asset Manager stehen zunehmend unter Wettbewerbsdruck durch kostengünstige ETFs und kämpfen zugleich mit steigenden regulatorischen Anforderungen und höheren Kosten. Eine weltweit bekannte Marke kann bei der Vergabe großer Mandate von Pensionsfonds, Versicherungen oder Staatsfonds ein wichtiger Wettbewerbsfaktor sein.
DWS-Chef Stefan Hoops verfolgt seit seinem Amtsantritt das Ziel, den Vermögensverwalter stärker als europäischen Partner für internationale Investoren zu positionieren.
Der Name „Deutsche Asset Management“ dürfte vielen noch bekannt sei. Bis 2018 firmierte das Asset-Management-Geschäft der Deutschen Bank unter dieser Bezeichnung. Im Zuge der damaligen Neuaufstellung und des Börsengangs wurde die Marke DWS wieder in den Vordergrund gerückt. Damit sollte die größere Eigenständigkeit des Vermögensverwalters gegenüber dem Mutterkonzern unterstrichen werden. Ob die DWS nun tatsächlich die Rolle Rückwärts vollführt und zur früheren Markenbezeichnung zurückkehrt, bleibt jedoch noch offen. (jk)
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