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Stiftungen bevorzugen gemanagte Fonds

Offensichtlich sind aktiv gemanagte Fonds bei Stiftungen in Deutschland besonders beliebt. Der Fokus liegt dabei auf global anlegende Misch- und Aktienfonds. Das legt eine aktuelle Studie nahe.

19.12.2019 | 07:30 Uhr von «Matthias von Arnim»

Deutsche Stiftungen haben ein veritables Problem: Etliche Studien zeigen, dass mehr als die Hälfte der von Stiftungen verwalteten Vermögen in Anleihen investiert ist oder auf liquiden Konten liegt. Oft liegt die Quote sogar über 80 Prozent. Bevor die Notenbanken die Zinsen auf null Prozent oder – wie in den USA – nur knapp darüber gesenkt haben, war das eine sinnvolle Strategie. Der Rentenanteil im Depot sorgte für regelmäßigen Kapitalfluss, der oft die Ausschüttungen für den jeweiligen Stiftungszweck decken konnte. Diese Zeiten sind vorbei. Bundesanleihen, lange Zeit ein Standardinvestment, werfen mittlerweile negative Renditen ab. Das hinterlässt zunehmend Spuren in den Depots der Stiftungen. Laut der aktuellen Studie „Pension Risk Management und Anlage von Pensionsvermögen“ von Willis Towers Watson haben im Jahr 2018 nur 71 Prozent der Verwalter ihre Renditeziele erreicht. Im Jahr davon waren es noch 96 Prozent. 

Die Verwalter von Stiftungsvermögen ziehen daraus allmählich ihre Konsequenzen und beginnen, das Kapital der ihnen anvertrauten Stiftungen zunehmend gezielter in Immobilien-, Aktien- und Mischfonds anzulegen. Um das Depot besser zu diversifizieren, greifen die beauftragten Vermögensverwalter dabei offensichtlich häufig auf gemanagte Investmentfonds zurück. Das legt eine anonymisierte Analyse der Depots von Stiftungen nahe, die Kunden der European Bank for Financial Services (ebase) sind. Die Studie zeigt, dass die in Investmentfonds angelegten Gelder häufig breit gestreut werden. Der Anteil aktiver Fonds an den Anlagen der Stiftungen beträgt derzeit fast 95 Prozent, ETFs machen etwas mehr als fünf Prozent aus. „Allerdings zeigt die Entwicklung der vergangenen Jahre, dass sich ETFs in einem Aufwärtstrend befinden und ihr Gewicht auch hier in den kommenden Jahren weiter zunehmen dürfte“, sagt Rudolf Geyer, Sprecher der Geschäftsführung von ebase.

Unter den von den Stiftungen zur Kapitalanlage gewählten Fonds haben Mischfonds mit 32,9 Prozent den größten Anteil, gefolgt von Aktienfonds mit 22,7 Prozent. Auf Rang 3 liegen offene Immobilienfonds (17,2%). „Bei genauerer Betrachtung zeigt sich zudem, dass Stiftungen bei ihren Investments bevorzugt eine globale Ausrichtung verfolgen“, erklärt Geyer. „So sind knapp 58 Prozent der von Stiftungen investierten Mittel in Fonds mit einem weltweiten Anlagefokus angelegt.“ Im Durchschnitt haben die Stiftungen elf unterschiedliche Investmentfonds in ihren Depots.

Der beliebteste Fonds in den Portfolios der Stiftungen ist der offene Immobilienfonds Commerz Real hausInvest. Der Fonds ist in 31,5% der Depots von Stiftungskunden bei ebase allokiert, gefolgt vom Mischfonds Flossbach von Storch – Multiple Opportunities (27,0%) und dem Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen (19,1%).

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