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Inflation: Aktien sind der beste Schutz

Die Aktienbörsen stehen unter Stress: Auf ihnen lastet der Krieg zwischen Russland und der Ukraine sowie die unerwartet hohe Inflation. Jedoch haben bislang weder Kriege noch Inflation die Aktienmärkte dauerhaft in die Knie zwingen können. Im Gegenteil: Gegen die Geldentwertung bieten Aktien seit 100 Jahren mit großem Abstand den besten Schutz.

14.03.2022 | 12:15 Uhr von «Stephan Albrech»

Seit Jahresbeginn kommt es hart für die Aktienbörsen: Erst fällt die Inflation höher aus als erwartet, was die Angst vor größeren Zinserhöhungen der Notenbank anfacht. Dann begann Russlands Präsident Putin einen Krieg.

Während der Krieg hoffentlich irgendwann wieder in den Hintergrund treten wird, dürfte die Inflation bleiben. Belastet das dann dauerhaft den Aktienmarkt?

In dieser Frage können wir Entwarnung geben. Auf mittel- und langfristige Sicht sind Beteiligungen an qualitativ hochwertigen Unternehmen, wie sie durch Aktien verbrieft werden, der bei Weitem beste Schutz vor Inflation. Das zeigt der Blick der Wissenschaft klar und deutlich: Von 1926 bis 2018, so das Datenset „Stocks, Bonds, Bills and Inflation" von Roger Ibbotson & Associates, wurden aus einem investierten Dollar in amerikanischen Large Cap-Aktien 7.030 Dollar. Das entspricht einer annualisierten Rendite von 10 Prozent. Noch besser fuhren Anleger mit Aktien mit geringer Marktkapitalisierung: Aus einem Dollar in Small Cap-Aktien wurden 32.645 Dollar, was über die zehn Dekaden hinweg einer jährlichen Rendite von 11,8 Prozent entspricht.

Die Inflation lag in der annualisierten Berechnung seit 1926 bei 2,9 Prozent pro Jahr. Das bedeutet, dass die Kaufkraft eines Dollars knapp 100 Jahre später nur noch ein Vierzehntel betrug. Gleichwohl ist klar: Bei einer Jahresrendite der Aktien von mehr als zehn Prozent konnten Anleger trotz der Inflation über die Jahrzehnte hinweg sehr effektiv ihr Vermögen mehren. Schließlich führt eine Aktienrendite von sieben Prozent nach Inflation nach etwa zehn Jahren zur realen Verdopplung des Vermögens, nach 20 Jahren zur Vervierfachung und nach 30 Jahren zur realen Verachtfachung. Das heißt nichts anderes als: Nach 30 Jahren konnte sich ein geduldiger Anleger acht Mal mehr leisten als drei Jahrzehnte zuvor!

Der Haken liegt in den temporären Rückschlägen, die Anleger am Aktienmarkt hinnehmen müssen. Diese können in harten Zeiten 30, 40 oder sogar 50 Prozent betragen, während die Inflation vielleicht auf fünf Prozent klettert, die Zukunft dunkelgrau bis schwarz aussieht und uns Kriege belasten. Dann ist es verständlicherweise schwer, die Zuversicht zu behalten und langfristig zu denken. Doch es lohnt sich, wie die Zahlen zeigen.

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