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Türkei zieht Emerging Markets in den Abgrund

Bild: Pixabay

Der Verfall der türkischen Landeswährung sorgt auch bei anderen Währungen aus den Schwellenländern für einen Abverkauf. Vor allem der Rubel und der Rand geraten in den Sog der Lira.

13.08.2018 | 14:45 Uhr von «Thomas Gräf»

Der Absturz der türkischen Lira bringt nicht nur die Wirtschaft des Landes in immer größere Bedrängnis; auch andere Schwellenländer geraten zusehends in Schwierigkeiten, weil sich Investoren aus deren Währungen verabschieden. Seit Jahresbeginn hat die Lira Stand heute genau die Hälfte ihres Werts eingebüßt und notiert aktuell mit 0,14 US$. Aber auch die Währungen Russlands und Südafrikas geraten zusehends unter die Räder.

Rubel, Lira und Rand verlieren gegenüber dem Dollar

Rubel, Lira und Rand verlieren gegenüber dem Dollar
Rubel, Lira und Rand verlieren gegenüber dem Dollar

Quelle: Bloomberg

In den vergangenen vier Wochen verloren Rubel und Rand jeweils rund zehn Prozent. „Der Rand und andere Schwellenländer-Währungen wurden vom Ausverkauf der Lira infiziert”, erklärt  Zaakirah Ismail, Analyst bei der Standard Bank Group Ltd. in Johannesburg in einem Schreiben an die Kunden der Bank: „Wir bleiben aufgrund der tiefrgreifenden Marktunsicherheiten vorsichtig und rechnen mit weiteren Schwächen.” Auch der mexikanische Peso konnte sich dem Abwärtstrend der EM-Währungen nicht entziehen und verlor am Montag rund 2,3 Prozent.

Der MSCI Emerging Markets Currency Index ist auf einen Jahres-Tiefststand gefallen, nachdem der türkische Präsident Erdogan weiterhin auf Konfrontation mit US-Präsident Trump setzt. Händler bereiten sich mittlerweile auf eine weitreichende Finanzkrise der Türkei vor, berichtet Bloomberg.

Investoren, die auf Fonds mit Schwerpunkt Türkei gesetzt haben, müssen derweil derbe Verluste verzeichnen: Alle zwölf auf Fundresearch notierten Fonds liegen aufs Jahr gesehen zwischen 25 und 39 Prozent im Minus. Am besten schlug sich noch der HSBC Gif Turkey (-25,48%), während der KBC Eq. Turkey die rote Laterne (-39,8%) hält.

Falls überhaupt jemand Freude am Kursverfall der Lira hat, so ist es wohl derzeit die Emirates NBD mit Sitz in Dubai sein: Die Bank hatte im Mai angekündigt, die türkische Denizbank von Russlands Sberbank für 14,6 Milliarden Lira zu erwerben, damals rund 3,2 Milliarden US$. Per heute zahlt NBD wohl eine Milliarde US-Dollar weniger. Ob die Banker aus den Emiraten aber so rechte Freude an ihrem Investment haben werden, bleibt abzuwarten. Immerhin hat die türkische Notenbank heute verkündet, die Geschäftsbanken des Landes unbegrenzt mit Liquidität zu versorgen. Wie lange sie das durchhält, steht ebenfalls in den Sternen. Für Ende Juni wurden die Devisenreserven der Türkei auf gerade mal 75 Milliarden US$ geschätzt.

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