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Ökonomen-Barometer: „Zehn-Millionen-Unsinn“

E-Auto beim Ladevorgang: 79 Prozent der Befragten sehen den Infrastrukturausbau als dringlichstes Ziel

Führende Volkswirte lehnen Zielvorgaben der Regierung bei Elektroautos ab. Der Staat soll sich vor allem um den Ausbau der Ladeinfrastruktur kümmern.

11.01.2021 | 12:08 Uhr von «Wolfgang Ehrensberger»

Die Bundesregierung will bis 2030 mindestens zehn Millionen Elektroautos auf die Straße bekommen. Führende Ökonomen halten dieses Ziel nicht nur für unrealistisch, sondern lehnen derartige politische Zielvorgaben bei E-Autos generell ab. Stattdessen sehen die Ökonomen vor allem den Ausbau der Ladeinfrastruktur in der Fläche als öffentliche Aufgabe.

Das ist das Ergebnis der Dezember-Umfrage unter führenden deutschen Volkswirten im Ökonomen-Barometer von €uro am Sonntag. Demnach halten es 57 Prozent der Teilnehmer für falsch, ein politisches Mengenziel für Elektrofahrzeuge zu formulieren. Immerhin 28 Prozent sprechen sich dafür aus, das aktuelle Ziel von zehn Millionen Elektrofahrzeugen bis 2030 beizubehalten. Fünf Prozent sind dafür, ein noch höheres Ziel anzupeilen, fünf Prozent schlagen ein niedrigeres Ziel vor.

Auch Fördermaßnahmen wie eine niedrigere Besteuerung von Elektroautos oder Kaufprämien kommen bei den Volkswirten nicht so gut an. Lediglich 28 beziehungsweise 14 Prozent sprechen sich für solche Maßnahmen aus. Im Gegensatz dazu hat Wirtschaftsminister Peter Altmaier Anfang der Woche vor allem die Einführung der Innovationsprämie für Elektroautos im Juli als Erfolg gewertet. Insgesamt seien 2020 auf diesem Weg rund 650 (Vorjahr 98) Millionen Euro in die Förderung von Autos mit alternativen Antrieben geflossen.

Den Lockdown nutzen

Um Elektromobilität zu fördern, plädieren dagegen 79 Prozent der im Ökonomen-Baro­meter Befragten vor allem für eine Maßnahme: den Ausbau der Lade­infrastruktur. Weitere 57 Prozent befürworten eine technologieneutrale Förderung, etwa über den CO2-Ausstoß. Das Zehn-Millionen-Ziel der Regierung sei dagegen „unsinnig“, meinen Ökonomen wie Ulrich Blum (Uni Halle-Wittenberg), Bruno Schönfelder (TU Bergakademie Freiberg) oder Oliver Landmann (Uni Freiburg).

„Die Regierung sollte einen Rahmen schaffen, damit das Elektroauto Fuß fassen kann“, formuliert es Thomas Gitzel von der VP Bank Gruppe. Dazu gehöre die Förderung einer guten Ladeinfrastruktur. Auch Thomas Gehrig (Uni Wien) sieht „Aufbau und Erhalt der Infrastruktur als zentrale Aufgabe des Staates“. Gerade die Lockdown-Zeit biete dafür geeignete Zeitfenster.

Der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer hat unterdessen statt Kaufanreizen für Elektroautos ein fixes Ausstiegsdatum für Verbrennerfahrzeuge in Deutschland gefordert. Ein fixes Ausstiegsdatum — etwa 2035 oder 2040 — schaffe vor allem für die Industrie Planungs­sicherheit, für Versorger sowie für Autohersteller und Zulieferer. Deshalb seien auch keine ­negativen Auswirkungen für die Beschäftigung zu erwarten.

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