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Schwellenländer: Remember to come back in September

Alte Börsenweisheiten gelten auch für neue Märkte – und was darüber hinaus aktuell für Schwellenländer-Investments spricht.

17.09.2019 | 09:00 Uhr von «André Schmidt-Carré»

Kaum hat sich die Stimmung an den Aktienmärkten nach der neuerlichen Finanzspritze der EZB vergangene Woche etwas gelöst, kommt das nächste Ungemach: Der Angriff auf eine wichtige Ölraffiniere Saudi-Arabiens am Wochenende hat die Märkte erschüttert. Der Ölpreis ist so stark gestiegen wie seit Jahrzehnten nicht mehr, der deutsche Leitindex DAX gab zum Wochenauftakt erst einmal nach. Wer seinen Kunden im derzeitigen Auf und Ab einen Maßstab zur Orientierung geben möchte, mag bei einer Börsenweisheit fündig werden: „Go away in May, but remember to come back in September.“ Dahinter steht die Beobachtung, dass an den Börsen in den Sommermonaten ferienbedingt häufig Flaute herrscht und anschließend wieder Leben aufs Parkett kommt – unabhängig von aktuellen Momentaufnahmen.

Das gilt offenbar auch für die Emerging Markets: „Nach einem weiteren typisch illiquiden und volatilen August können wir nun endlich auf September blicken“, sagt Anthony Kettle, Senior Portfolio Manager Emerging Markets bei Blue Bay Asset Management. Er sieht in mehreren Schwellenländern positive Signale: In der Türkei ist die Inflation zuletzt deutlich gesunken, weshalb die dortige Notenbank den Leitzins auf ihrer Sitzung vergangene Woche um mehr als drei Prozentpunkte von 19,75 auf 16,5 senken konnte. Auch für die Entwicklung im kriselnden Argentinien ist Kettle vorerst positiv gestimmt, seit die dortige Regierung den Kapitalabfluss mit Kapitalverkehrskontrollen deutlich verlangsamen konnte. Und in Brasilien stehen mehrere wichtige politische Entscheidungen an, darunter für den Telekommunikationssektor. Dabei ist der Ausblick nicht für alle Schwellenländer gleich optimistisch. Insbesondere Chinas Wachstum schwächelt weiterhin, auch angesichts des Handelskriegs mit den USA.

Schwellenländer profitieren von lockerer Geldpolitik

Unabhängig davon dürfte die Notenbankpolitik der Industrienationen den Schwellenländern in die Hände spielen: Nach der EZB wird auch die Fed diese Woche ihre nächste wichtige geldpolitische Entscheidung bekannt geben, Beobachter rechnen auch hier mit sinkenden Zinsen. „Die Lockerung der Notenbank-Politik in den entwickelten Märkten, insbesondere in den USA, ermöglicht es den meisten EM-Zentralbanken, ihre eigene Geldpolitik zu lockern“, sagt Kettle. Damit können auch die Schwellenländer-Zentralbanken ihre heimische Wirtschaft ankurbeln.

Gleichzeitig suchen Anleger angesichts immer weiter sinkender laufender Erträge aus Anleihen europäischer Länder und den USA nach Alternativen und finden sie in den riskanteren, aber eben auch höher verzinsten Schwellenländer-Bonds. Klassischerweise begeben Schwellenländer ihre Anleihen zum großen Teil in US-Dollar, so dass hiesige Anleger bei solchen Investments auch ein Währungsrisiko eingehen. Allerdings sind die Zahl und das Volumen von in Euro begebenen Anleihen von Schwellenländern in der jüngeren Vergangenheit stark gestiegen. „Hier haben sich die Möglichkeiten für Anleger in den letzten Jahren deutlich verbessert“, sagt DWS-Fondsmanager Roland Gabert. Indikator für das Wachstum ist der J.P. Morgan Euro Emerging Markets Bonds Index: Dessen Marktkapitalisierung hat sich seit dem Jahr 2013 auf sein derzeitiges Volumen von rund 200 Milliarden Euro mehr als verdreifacht. Mit der wachsenden Zahl von auf Euro lautenden Bonds können die Kunden von Finanzberatern damit in EM-Bonds investieren, ohne zusätzlich Währungsrisiken eingehen zu müssen. 

 

Wachsendes Volumen von Euro-Schwellenländer-Bonds

Wachsendes Volumen von Euro-Schwellenländer-Bonds
Wachsendes Volumen von Euro-Schwellenländer-Bonds

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