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Krisen

Ukraine-Krise: China ruft alle Parteien zur Zurückhaltung auf - Dax dreht trotz Russland-Konflikt ins Plus

Update: Der eskalierende Konflikt zwischen Russland und der Ukraine hat am Dienstag nur vorübergehend zu heftigen Einbußen auf den Aktienmärkten geführt. Bis zur Mittagszeit wurden die Verluste an den meisten Börsen Europas weitgehend wettgemacht. Angesichts der Eskalation im Ukraine-Konflikt ruft China alle Beteiligten zur Zurückhaltung auf.

22.02.2022 | 10:00 Uhr

"China fordert erneut alle Parteien auf, Zurückhaltung walten zu lassen", sagte Außenminister Wang Yi am Dienstag (Ortszeit) nach Angaben des chinesischen Außenministeriums in einem Telefonat mit seinem US-Amtskollegen Antony Blinken.

Es sollen Anstrengungen unternommen werden, "die Situation zu deeskalieren und Differenzen durch Dialog und Verhandlungen" zu lösen. Die chinesische Botschaft in der Ukraine sprach eine Warnung an ihre Staatsbürger vor Ort aus. Es sei zu "großen Veränderungen der Lage in der Ostukraine" gekommen. Von Reisen in die instabilen Regionen solle daher abgesehen werden, hieß es. Auch wurden Chinesen in der Ukraine dazu aufgerufen, sich mit Lebensmitteln, Wasser und anderen täglichen Notwendigkeiten einzudecken.

Wang Yi hatte am Wochenende in einer Video-Rede bei der Münchener Sicherheitskonferenz Hinweise auf die chinesische Haltung in dem Konflikt geliefert. Dort sprach er sich zwar erneut gegen eine Osterweiterung der Nato aus. Er sagte aber zugleich, dass die territoriale Integrität eines jeden Landes geschützt und respektiert werden müsse. Die Ukraine sei hier "keine Ausnahme".

Auch auf der Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates in New York am Montagabend (Ortszeit) rief China zu einer friedlichen Lösung auf. "Alle betroffenen Parteien müssen Zurückhaltung üben und alles vermeiden, was Spannungen schüren könnte", sagte der chinesische UN-Botschafter Zhang Jun. "Wir glauben, dass alle Länder internationale Streitigkeiten mit friedlichen Mitteln im Einklang mit den Zielen und Grundsätzen der UN-Charta lösen sollten."

Update 2 - Dax dreht trotz Russland-Konflikt ins Plus

Auch der Dax, der zum Handelsstart unter 14.400 Punkte auf den tiefsten Stand seit Anfang März 2021 sackte, drehte ins Plus: Zuletzt gewann der deutsche Leitindex 0,14 Prozent auf 14.751,91 Zähler.

Die Anleger hätten den ersten Schrecken wohl verdaut und warteten nun ab, wie Russland weiter vorgehe und welche Sanktionen der Westen beschließen werde, sagten Marktbeobachter. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte gegen internationalen Protest die selbst ernannten Volksrepubliken Luhansk und Donezk anerkannt. Per Dekret wies er auch die Entsendung russischer Soldaten an.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur sieht ein den EU-Mitgliedstaaten präsentierter Entwurf vor, den Handel mit russischen Staatsanleihen zu verbieten, um eine Finanzierung des Staats zu erschweren. Zudem sollen Hunderte Personen und Unternehmen auf die EU-Sanktionsliste kommen. Hier dürften einige Investoren wohl Schlimmeres befürchtet haben.

Zudem soll russisches Erdgas weiter fließen. «Russland beabsichtigt, die ununterbrochenen Lieferungen dieses Rohstoffs, einschließlich des Flüssiggases, an die Weltmärkte fortzusetzen», sagte Putin dem Kreml zufolge. Russland ist einer der wichtigsten Energie-Exporteure. Wegen des Konfliktes legten auch die Rohölpreise zu. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent wurde mit 98,14 Dollar gehandelt und war damit 2,75 Dollar teurer als am Montag.

Etwas gestützt wurde der deutsche Aktienmarkt vom Ifo-Geschäftsklima, denn es hellte sich zum zweiten Mal in Folge auf - und das stärker als erwartet.

Auf Unternehmensseite gab es Schwung von Volkswagen und der Beteiligungsgesellschaft Porsche SE, die um 9,6 Prozent beziehungsweise 11,1 Prozent stiegen. Die Aussicht auf einen Börsengang der VW-Sportwagentochter Porsche AG beflügelte. «Durch einen Börsengang dürfte der faire Wert einer VW-Aktie und damit auch einer Porsche-SE-Aktie stark steigen», erwartet Marktexperte Andreas Lipkow von Comdirect, denn bisher sei der Sportwagenbauer Porsche nur ein Teil des Gesamtkonzerns.

Ansonsten waren die zuletzt größten Verlierer wieder auf der Gewinnerseite: Hellofresh und Delivery Hero stiegen im Dax um jeweils etwas mehr als 2 Prozent.

Die Anteile von Fresenius büßten als schwächster Dax-Wert 6 Prozent ein. Ein Händler nannte die Quartalszahlen des Krankenhausbetreibers und Medizinkonzerns dennoch «besser als gedacht».

Update 1 - Der Dax fiel auf den tiefsten Stand seit März vergangenen Jahres

Im frühen Handel büßte der deutsche Leitindex 0,99 Prozent auf 14.585,36 Punkte ein. Der MDax sackte um 1,09 Prozent auf 31.980,42 Punkte ab. In Moskau fiel der Leitindex RTS um fast 9 Prozent. Damit steuert er auf den vierten Verlusttag in Folge und einen Gesamtverlust in diesem Zeitraum von mehr als einem Viertel zu. Auch auf den Aktienmärkten in Asien ging es bergab.

Die Ölpreise legten zu: Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 97,63 US-Dollar. Das waren 2,24 Dollar mehr als am Vortag. Zwischenzeitlich erreichte der Preis für diese Sorte den höchsten Stand seit 2014.

Russlands Präsident Wladimir Putin hatte gegen internationalen Protest die selbst ernannten Volksrepubliken Luhansk und Donezk als souveräne Länder anerkannt. Er wies per Dekret auch die Entsendung russischer Soldaten an. Andere Themen dürften am Dienstag allenfalls im Hintergrund eine Rolle spielen.

Auf Unternehmensseite schossen im frühen Handel die Aktien von VW und der Beteiligungsgesellschaft Porsche nach oben mit plus 8,7 Prozent und 10,2 Prozent. Sie profitierten von Aussagen zu einem Börsengang des Sportwagenbauers Porsche.

Allgemein waren ansonsten die zuletzt größten Verlierer wieder auf der Gewinnerseite: Hellofresh und Delivery Hero stiegen im Dax um jeweils etwas mehr als 2 Prozent.

FMC-Papiere legten als drittstärkster Dax-Wert nach Vorlage der Quartalszahlen um 1,1 Prozent zu. Die Anteile der FMC-Mutter Fresenius büßten als schwächster Dax-Wert 6 Prozent ein. Ein Händler nannte die Zahlen des Krankenhausbetreibers und Medizinkonzerns dennoch «besser als gedacht».

Ursprüngliche Meldung: Kriegssorgen drücken Dax auf weiteres Tief

2022 verlor der Dax damit bereits etwas mehr als acht Prozent, nachdem er im Vorjahr knapp 16 Prozent zugelegt hatte. Neben der Krise im Osten ist die zunächst in den USA anstehende Zinswende ein Hauptgrund für die Korrektur. Der MDax der mittelgroßen Werte sackte am Dienstag um 1,09 Prozent auf 31 980,42 Punkte ab. Europaweit gaben die Börsen ebenfalls deutlich nach. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 0,84 Prozent auf 3951,31 Punkte. In Asien war die Stimmung angesichts der Russland-Krise ebenfalls stark eingetrübt.

Russlands Präsident Wladimir Putin hatte am Montag die Grenzen der Ukraine erneut verschoben und gegen internationalen Protest die selbst ernannten Volksrepubliken Luhansk und Donezk als souveräne Länder anerkannt. Er wies per Dekret auch die Entsendung russischer Soldaten an. Das kremlnahe Portal Soloviev.live berichtete, dass die russischen Soldaten bereits in der Konfliktregion Donbass seien. Die USA und die EU protestierten und kündigten Strafmaßnahmen an.

"Wir sehen am Markt zwar noch keine Panik. Aber wir sehen deutlich mehr als Unsicherheit", sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Marktbeobachter Timo Emden von Emden Research indes spricht bereits von "Kriegsangst" an den Börsen und der die Anleger umtreibenden Frage, ob aus der aktuellen Korrektur ein Börsencrash werden könnte.

Andere Themen auf der Agenda an diesem Handelstag dürften angesichts der Zuspitzung der Lage in der Ukraine allenfalls im Hintergrund eine Rolle spielen. So erwarten die Experten der DekaBank für das in Kürze zur Veröffentlichung anstehende Ifo-Geschäftsklima hierzulande den zweiten Anstieg in Folge. "Damit wächst auch die Hoffnung auf eine Trendwende dieses wichtigen deutschen Indikators", schrieben sie.

Auf Unternehmensseite schossen im frühen Handel die Aktien von VW und der Beteiligungsgesellschaft Porsche nach oben mit plus 8,7 Prozent und 10,2 Prozent. Sie profitierten von Aussagen zu einem Börsengang des Sportwagenbauers Porsche.

Allgemein betrachtet waren ansonsten die zuletzt größten Verlierer wieder auf der Gewinnerseite: Hellofresh und Delivery Hero stiegen im Dax um jeweils etwas mehr als zwei Prozent und zählten damit zu den Spitzenwerten. Im SDax gehörten die Papiere der Shop Apotheke mit plus 0,4 Prozent zu den Favoriten. Alle drei Aktien gelten zudem auch als eher defensive Werte, die konjunkturellen Schwankungen weniger stark ausgeliefert sind.

FMC legten als drittstärkster Dax-Wert um 1,1 Prozent zu. Die US-Bank JPMorgan sah den eigentlichen Grund dafür allerdings weniger in den etwas besser als erwartet ausgefallenen vorgelegten Zahlen des Dialysespezialisten. Sie sprachen eher vom Ausgleichen von Short Positionen in der Aktie durch Käufe. Dem Blutwäschespezialisten hatte 2021 die hohe Sterblichkeit seiner Patienten in der Corona-Pandemie zu schaffen gemacht und auch steigende Kosten. Dennoch strebt FMC 2022 die Rückkehr zum Gewinnwachstum an.

Die Anteile der FMC-Mutter Fresenius indes büßten als schwächster Dax-Wert 6,0 Prozent ein. Ein Händler nannte die Zahlen des Krankenhausbetreibers und Medizinkonzerns dennoch "besser als gedacht". Zu den vom Konzern angepeilten wertsteigernden strategischen Maßnahmen erwartet er mehr Details während der Telefonkonferenz. Außerhalb der Dax-Familie verdoppelte sich der Aktienkurs von Medigene auf knapp 4 Euro, denn das Biotech-Unternehmen wird mit Biontech bei Immuntherapien gegen Krebs zusammenarbeiten.


Quelle: dpa-AFX

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