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QBS Invest: „Wir sehen eher eine gesunde Konsolidierung als einen Trendbruch“

Michael G. Schäfer von QBS Invest
Asset Allocation

Michael Schäfer von QBS Invest hält eine Herbst-Korrektur an den Aktienmärkten zwar für möglich, erwartet aber keinen größeren Trendbruch. Bei KI- und Chipaktien sieht er ambitionierte Bewertungen, aber keine klassische Blase. Gold könnte seiner Einschätzung nach seine Rally nach einer Verschnaufpause fortsetzen.

05.10.2026 | 14:00 Uhr

Die Aktienmärkte bewegen sich nahe ihrer Allzeithochs – und damit steigt laut Michael G. Schäfer, QBS Invest, zwar die Wahrscheinlichkeit einer Verschnaufpause. Einen Beginn einer größeren Korrektur sieht er darin jedoch nicht. Solange Gewinnentwicklung und Liquiditätsumfeld intakt blieben, sei eher von einer gesunden Konsolidierung als von einem Trendbruch auszugehen. Seitwärtsbewegung bei den Renditen erwartet Auch an den Rentenmärkten erwartet Schäfer zunächst keine größeren Bewegungen.

Die Zinsentscheidungen von EZB und Fed im September dürften richtungsweisend bleiben. Er rechnet mit einer Seitwärtsbewegung bei den Renditen und sieht bei einer Fortsetzung des Disinflationstrends leichtes Abwärtspotenzial. Größere Ausschläge erwartet der QBS-Investmentexperte eher bei den Credit Spreads als beim allgemeinen Zinsniveau.

KI-Aktien: ambitionierte Bewertungen, aber keine Dotcom-Blase

Bei den stark gestiegenen KI- und Chipaktien mahnt Schäfer zur Differenzierung. Die Bewertungen seien zweifellos ambitioniert. Einen Vergleich mit der Dotcom-Ära hält er dennoch für nicht angebracht. Der entscheidende Unterschied: Hinter den heutigen Technologiewerten stünden bereits erhebliche Umsätze und Cashflows. Deshalb würde Schäfer nicht von einer klassischen Blase sprechen. Rücksetzer bei den am höchsten bewerteten Titeln seien angesichts der Bewertung jedoch jederzeit möglich.

Energiepreise werden erst über die Inflation zum Risiko

Dass steigende Energiepreise die Aktienmärkte bislang nicht stärker belastet haben, erklärt Schäfer damit, dass der Preisanstieg bislang noch nicht breit auf die Kerninflation durchschlage. Genau darin sieht er das entscheidende Risiko. Sollte sich der Anstieg stärker auf die Kerninflation übertragen und die Notenbanken dadurch zu einer restriktiveren Geldpolitik zwingen, könnte dies zum Belastungsfaktor für die Märkte werden.

Nicht der Energiepreis selbst sei damit das zentrale Problem, sondern seine möglichen Auswirkungen auf Inflation und Geldpolitik. Gold-Rally laut Schäfer noch nicht beendet Beim Gold bleibt Schäfer trotz der möglichen Belastungen durch steigende Nominalzinsen grundsätzlich konstruktiv. Kurzfristig könne ein Anstieg der Nominalzinsen zwar Gegenwind für das Edelmetall bedeuten. Entscheidend sei jedoch die Entwicklung der Realzinsen. Diese blieben in vielen Regionen niedrig bis negativ. Hinzu komme die weiterhin robuste Nachfrage der Notenbanken, die aus Schäfers Sicht strukturellen Charakter habe und deshalb nicht allein von kurzfristigen Zinsschwankungen abhänge. Entsprechend sieht er bei Gold eher eine Verschnaufpause als das Ende der Rally. Für ein tatsächliches Ende des Aufwärtstrends müssten die Realzinsen seiner Einschätzung nach spürbar und nachhaltig steigen und zugleich die Nachfrage der Notenbanken nachlassen.

Technologie treibt das QBS-Portfolio

Mit der bisherigen Entwicklung seiner Mannschaft zeigt sich Schäfer zufrieden. Mit seiner Mannschaft ist er bei einer Performance von rund zwölf Prozent zufrieden. Seine Aktienquote beträgt 73 Prozent, 27 Prozent entfallen auf Misch- und Rentenpositionen. Wesentlicher Performance-Treiber ist die Übergewichtung des Technologiesektors. An der Spitze liegen der SPDR MSCI World Technology und der SPDR S&P US Technology mit einem Plus von jeweils etwa 30 Prozent. Dahinter folgen der DNB Technology Fund mit 23 Prozent und der Fidelity Global Technology mit knapp 18 Prozent. Auch der Threadneedle Global Focus mit 15 Prozent und der SPDR US Health Care mit 14,7 Prozent leisten einen positiven Beitrag. Von insgesamt elf Positionen liegt laut Schäfer lediglich die Goldposition im Minus. Der DWS Gold Plus kommt auf ein Minus von 2,90 Prozent – und passt damit zur aktuellen Diskussion über eine mögliche Verschnaufpause bei Gold. (jk)

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1. Fondsliga Teilnehmer

1 Zindstein Vermögensverwaltung GmbH 26,28%
2 Nordproject 15,51%
3 Oberbanscheidt 14,47%
4 Urban & Kollegen 13,98%
5 Fonds Laden 13,79%
6 HOPPE VermögensBetreuung 12,93%
7 SJB FondsSkyline 12,82%
8 QBS Invest 12,44%
9 ALPS Family Office 11,15%
10 Performance AG 11,14%
11 Plutos Vermögensverwaltung 9,89%
12 Bayerische Vermögen Management 9,73%
13 Source for Alpha 9,21%
14 Top Vermögen 9,10%
15 Bank für Vermögen 8,53%
16 Greiff Capital 8,37%
17 FONDS & MORE GmbH 8,07%
18 Acatis 5,91%
19 Höng Wealth Management 4,93%
20 FIVV AG 4,58%
21 Plan F 4,40%
22 VALEXX AG 3,90%

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