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Auf Japans Renaissance setzen

Yutaka Uda
Aktienfonds

Der Nippon Growth Fund von EI Sturdza Investments setzt auf einen klaren Makrokompass, hohen Active Share und eine konsequente Fokussierung auf binnenwirtschaftliche Gewinner des Strukturwandels. Dieser Ansatz zahlt sich seit Jahren aus.

26.02.2026 | 14:00 Uhr

Fondsmanager

Gemanagt wird der Fonds von Yutaka Uda und Maiko Uda von Evarich Asset Management in Tokio. Yutaka Uda, Gründer, CIO und Präsident von Evarich, verfügt über mehr als 50 Jahre Markterfahrung. Seine Karriere begann 1971 bei Nikko Securities, später war er unter anderem CIO bei Nikko Asset Management sowie 15 Jahre für Baring Asset Management in London und Tokio tätig.

Gemeinsam mit Maiko Uda verfolgt er einen klar makroökonomisch geprägten Investmentansatz – geprägt von langfristigem Denken und disziplinierter Umsetzung.

Anlagestrategie

Das Team kombiniert volkswirtschaftliche Analyse mit strenger Bewertungsdisziplin und einem konzentrierten Portfolio von derzeit rund 34 Titeln. „Wir investieren dort, wo sich strukturelle Veränderungen mit attraktiven Bewertungen treffen“, betont Uda.

Der Fonds unterscheidet sich deutlich von indexnahen Strategien. Mit einem hohen Active Share und einer klaren Ausrichtung auf binnenorientierte, konjunktursensitive Sektoren setzt das Management bewusst eigene Akzente.

Aktuell stark übergewichtet sind Banken, Bau, Immobilien und Handelshäuser. Untergewichtet bleiben defensive Branchen wie Pharma, Chemie, Dienstleistungen und Nahrungsmittel sowie IT-nahe Bereiche wie Elektronik und Kommunikation.

Japan vor struktureller Neubewertung

Aus Sicht des Managementteams steht Japan am Beginn einer strukturellen Neubewertung. Fünf zentrale Binnenfaktoren stützen dabei die positive Perspektive:

Erstens ein Investitionsboom infolge des demografisch bedingten Arbeitskräftemangels. Unternehmen reagierten mit steigenden Ausgaben für Automatisierung, Infrastruktur und Produktivität.

Zweitens eine neue Lohndynamik: Nach Jahrzehnten der Stagnation seien die Einkommen zuletzt deutlich gestiegen und stärkten den Konsum.

Drittens wachsender Tourismus und zunehmende private Investitionen, etwa im Zuge großer Infrastruktur- und Resortprojekten.

Viertens eine expansive Fiskalpolitik mit steigenden Verteidigungsausgaben und umfangreichen Investitionsprogrammen.

Und fünftens Reformen der Tokioter Börse, die den Druck auf Unternehmen erhöhten, ihre Kapitalrenditen zu verbessern – sichtbar in steigenden Dividenden und Aktienrückkäufen.

Politik und Notenbank

Mit dem klaren Wahlsieg der LDP am 8. Februar 2026 gewann der japanische Markt spürbar an Dynamik. Das deutliche Mandat wird von Investoren als Signal politischer Kontinuität gewertet.

Yutaka Uda spricht von einem Wendepunkt: „Das Wahlergebnis schafft die Grundlage für eine verlässliche und wachstumsorientierte Wirtschaftspolitik.“ Die Märkte honorierten insbesondere die Aussicht auf Stabilität und Reformtempo.

Geldpolitisch bleibt die Lage zunächst stabil. Die Bank of Japan beließ den Leitzins im Januar 2026 bei 0,75 Prozent. Uda sieht die Notenbank „behutsam, aber klar in Richtung Normalisierung“ unterwegs. Weitere Zinsschritte seien möglich, sofern sich Konjunktur und Inflation wie erwartet entwickeln.

Mit 316 Sitzen für die LDP und insgesamt 352 Mandaten im Regierungsbündnis verfügt die Koalition über eine komfortable Zweidrittelmehrheit im Unterhaus. Laut Uda ermögliche dies „eine konsequente Umsetzung struktureller Reformen“.

Die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen dürfte nach Einschätzung des Fondsmanagements zwar über 2,5 Prozent steigen, jedoch unter 3,0 Prozent bleiben – ein „geordneter und fundamentaler Anstieg“, der die wirtschaftliche Erholung widerspiegele.

Auch für den Yen zeichnet sich ein konstruktives Bild ab. Eine Aufwertung in eine Bandbreite von 130 bis 140 JPY je US-Dollar bis Ende 2026 erscheint realistisch. Eine festere Währung würde, so Uda, „das gestiegene Vertrauen in Japans wirtschaftliche Erneuerung“ reflektieren.

Für 2026 halten die Fondsmanager eine Fortsetzung der relativen Stärke japanischer Aktien für möglich. Der TOPIX habe aus Bewertungs- und Makrosicht das Potenzial, andere große Märkte zu übertreffen. Gleichwohl bleiben politische und makroökonomische Entwicklungen Unsicherheitsfaktoren.

Portfolio

Zu den größten Positionen zählen Sumitomo Mitsui Financial Group, Mitsubishi UFJ Financial Group und ITOCHU Corporation.

Der Fonds ist derzeit nicht vollständig investiert; 7,7 Prozent werden als Liquidität gehalten. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 14 gegenüber 17 im japanischen Gesamtmarkt und 28 in den USA verbindet das Portfolio Wachstumspotenzial mit einer Sicherheitsmarge.

Auffällig ist zudem die deutliche Übergewichtung von Mid-Caps (+22 Prozent) gegenüber dem Index, während Large- und Mega-Caps geringer gewichtet sind. ESG-Kriterien sind integriert; der Fonds ist gemäß SFDR als Artikel-8-Produkt klassifiziert.

Risiko-Ertrags-Profil

Seit dem Start in den frühen 2000er-Jahren erzielte die Strategie eine deutliche Mehrrendite gegenüber dem Vergleichsindex. Die Outperformance gegenüber dem Topix beträgt rund 230 Prozentpunkte.

Auch über 1, 3, 5 und 10 Jahre liegt der Fonds vor dem Index – ebenso in jedem der vergangenen fünf Kalenderjahre. Die Volatilität war dabei zwei bis drei Prozentpunkte höher als beim Topix, was dem aktiven, konzentrierten Ansatz entspricht.

Fazit

Wer an eine strukturelle Renaissance der japanischen Binnenwirtschaft glaubt und gezielt von Reformen, steigenden Investitionen und verbesserter Kapitaldisziplin profitieren möchte, findet im Nippon Growth Fund eine konsequent aktiv gemanagte Lösung. Der Fonds verbindet makroökonomische Überzeugung, disziplinierte Titelselektion und hohe aktive Abweichung vom Index – um so nachhaltig Mehrwert zu schaffen.

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Fondsdaten

Fondsname Nippon Growth (UCITS) Fund B JPY
Assetklasse: Aktien Japan
Fondsvolumen 45,7 Mrd. Yen
TER: 1,50%
Perf. Fee 10% der relativen Outperformance des TOPIX TR JPY (High Watermark)
WKN: A1WZYT
ISIN: IE00B97RRK58
Auflagedatum: 21.05.2013
laufendes Jahr 5,5 %
1 Jahr 20,9%
3 Jahre 73,0 %
5 Jahre 136,5 %
Vola 3 Jahre 12,7 %

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