Der Raumfahrtkonzern SpaceX hat am 12. Juni 2026 Börsengeschichte geschrieben. Mit einem Ausgabepreis von 135 US-Dollar je Aktie und einer Unternehmensbewertung von rund 1,75 Billionen US-Dollar übertraf das Unternehmen sogar den Rekord-Börsengang von Saudi Aramco aus dem Jahr 2019. Inzwischen stieg SpaceX bereits um über 50 Prozent.
18.06.2026 | 08:00 Uhr
Für viele Anleger stellt sich nun die Frage: Welche Fonds und ETFs halten bereits SpaceX-Aktien – und wie können Investoren von der Entwicklung des Unternehmens profitieren?
Besonders früh positioniert hat sich die US-Investmentgesellschaft ARK Invest um Gründerin und Fondsmanagerin Cathie Wood. Das Unternehmen hatte bereits seit 2023 über seine Private-Markets-Sparte in SpaceX investiert und nach eigenen Angaben insgesamt neun Transaktionen vor dem Börsengang durchgeführt.
Entsprechend konnten mehrere aktiv gemanagte ARK-ETFs bereits direkt zum IPO einsteigen. Zum 12. Juni 2026 entfielen folgende Anteile auf SpaceX:
Damit zählt SpaceX unmittelbar nach dem Börsengang bereits zu den größeren Positionen in mehreren ARK-Portfolios.
Während aktive Fondsmanager bereits am IPO teilnehmen konnten, haben klassische Indexfonds und ETFs zunächst das Nachsehen.
Grund ist die sogenannte „Fast Entry“-Regel der Nasdaq. Demnach kann ein neu gelistetes Unternehmen frühestens 15 Handelstage nach dem Börsengang in den Nasdaq-100 aufgenommen werden. Erst danach dürfen ETFs, die diesen Index nachbilden, die Aktie erwerben.
Das bedeutet: Anleger, die über passive Nasdaq-100-ETFs investieren, erhalten erst mit zeitlicher Verzögerung ein indirektes SpaceX-Engagement. Gleichzeitig besteht das Risiko, dass die Aktie bis zur Indexaufnahme bereits deutlich höher notiert.
Sobald SpaceX die Kriterien für eine Aufnahme erfüllt, dürfte die Aktie in zahlreichen bekannten Technologie- und Wachstumsindizes vertreten sein. Davon würden unter anderem profitieren:
Wie hoch die spätere Gewichtung ausfallen wird, hängt von der Marktkapitalisierung und den Indexregeln ab. Angesichts der Bewertung von inzwischen weit über zwei Billionen US-Dollar könnte SpaceX jedoch unmittelbar zu den Schwergewichten des Nasdaq-100 zählen.
Die Investmentthese von Wood geht weit über das klassische Raumfahrtgeschäft hinaus. Das Unternehmen verweist auf die drastisch gesunkenen Startkosten durch die wiederverwendbaren Falcon-9-Raketen sowie auf das Satelliteninternet Starlink mit inzwischen mehr als zwölf Millionen Kunden.
Zusätzliche Fantasie sehen die ARK-Analysten in der Integration des KI-Unternehmens xAI. Dadurch könnte SpaceX künftig nicht nur Infrastruktur bereitstellen, sondern auch direkt von Anwendungen Künstlicher Intelligenz profitieren.
Für europäische Anleger sind die UCITS-ETFs von ARK derzeit die einfachste Möglichkeit, unmittelbar nach dem historischen Börsengang an der Entwicklung von SpaceX teilzuhaben. Besonders hoch ist die Gewichtung im ARK Space & Defence Innovation UCITS ETF mit knapp acht Prozent. (jk)
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