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EZB-Aufseher: Keine Lockerung bei Berichtspflicht

Bild: Savon Sanomat
Bankenaufsicht

Deutschlands Bankenlandschaft ist von einer Vielzahl kleiner Institute geprägt. Für diese stellt die Berichtspflicht der Bankenaufsicht einen hohen Verwaltungsaufwand dar. Eine Lockerung ist jedoch nicht in Sicht.

01.06.2017 | 15:12 Uhr von «Thomas Gräf»

 

Eine Reduzierung der Berichtspflicht für Banken entsprechend ihrer Bilanzsumme hält EZB-Mitglied Pentti Hakkarainen für nicht sinnvoll: Auch kleine Geldinstitute könnten zu großen Belastungen für das Finanzsystem führen, erklärte er am Rande der jährlichen CIRSF-Konferenz in Lissabon. Hakkarainen ist Vertreter der EZB im Aufsichtsgremium der europäischen Bankenaufsicht. 

Mit seinem Kommentar spricht sich Hakkarainen damit indirekt gegen Überlegungen der Bundesbank aus, die Berichtspflicht für kleinere Banken zu lockern, um deren Verwaltungsaufwand zu verringern.

„Die Vergangenheit hat diverse Male gezeigt, dass auch kleine Banken für große Belastungen sorgen können, zum Beispiel während der Savings-and-Loan-Krise in den USA  oder während der Nordischen Bankenkrise“, warnt Hakkarainen. 

Der Europäische Bankenverband zählte zuletzt 1.808 Geldinstitute in Deutschland. Das ist ein Drittel aller Banken in der Eurozone (5.604). Während die hiesigen Banken im Schnitt über eine Bilanzsumme von rund vier Milliarden Euro verfügen, sind es im Eurozonen-Durchschnitt fast sechs Milliarden.

 Nach Ansicht von Bafin-Präsident Felix Hufeld ist inzwischen ein Maß an Regulierung erreicht, das kleinere Banken über Gebühr und unnötig belastet. Er fordert als Grundlage für die Berichtspflicht die Einordnung der Banken nach Systemrelevanz als mögliche Alternative zur Bilanzgröße.

(TG)

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