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Defensive Fonds für die Altersvorsorge

Mit der staatlichen Rente allein werden die wenigsten Menschen im Alter auskommen. Fondssparen bietet sich hier als sinnvolle Ergänzung an, am besten Aktienfonds. Doch auch für Sparer, die das Risiko scheuen, gibt es passende Lösungen.

26.11.2019 | 07:30 Uhr von «Matthias von Arnim»

Es ist kein großes Geheimnis, dass ab dem kommenden Jahr in Deutschland die Generation der Babyboomer beginnt, in Rente zu gehen. Was bislang als theoretische Prognosegröße gerechnet wurde, wird Realität, wenn die erste Kohorte der Jahrgänge 1955 bis 1970 das deutsche Rentensystem stürmt. Dessen Umlagefinanzierung wird nun zunehmend schnell strapaziert. Für die nachfolgende Generation bedeutet das: Wer nicht rechtzeitig finanzielle Reserven für sein Leben nach dem Berufsende aufbaut, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit im Alter eine große Einkommenslücke zu schließen haben. Das ist in Zeiten, in denen es für das Geld auf dem Sparbuch keine Zinsen mehr gibt, keine leichte Übung. Zur Veranschaulichung: Das Deutsche Aktieninstitut hat in einer Beispielrechnung ermittelt, dass ein Sparer, der immerhin drei Prozent seines Bruttojahreseinkommens anlegt, im Durchschnitt eine Rendite von 4,3 Prozent erzielen müsste, um seine Rentenlücke im Alter zu schließen.

Aktienfonds sind die erste Wahl

Angesichts der Herausforderung stellt sich natürlich die Frage, welche Investmentstrategien Finanzberater ihren Kunden empfehlen können, um fürs Alter vorzusorgen. Klassische Sparprodukte sowie Staats- und Unternehmensanleihen von Emittenten hoher Bonität werden den Ansprüchen einer ergänzenden Altersvorsorge nicht mehr gerecht. Denn Rendite oberhalb von vier Prozent sind mit diesen Anlageformen nicht mehr annähernd erreichbar. Besonders renditestark sind zwar Aktien- und Rentenfonds aus den Emerging Markets oder im High Yield-Bereich, doch die vergleichsweise hohe Volatilität kann Anleger leicht abschrecken. Selbst Aktienfonds, die ausschließlich in Value-Aktien mit hoher Marktkapitalisierung investieren, erscheinen vielen deutschen Anlegern noch zu riskant, obwohl alle Studien, die sich mit langfristigem Vermögensaufbau beschäftigen, zu dem Ergebnis kommen, dass Aktien langfristig nicht nur die renditestärkste, sondern sogar die sicherste Anlageform ist.

Defensive Fonds für vorsichtige Naturen

Doch es gibt auch für Anleger, die zwar Vermögen aufbauen wollen, Aktienfonds gegenüber jedoch nicht besonders wohl gesonnen sind, passende Alternativen. Eine gute Übersicht liefert hier eine Tabelle, die ausschließlich danach sortiert ist, welche Fondsgruppen in den vergangenen zehn Jahren den geringsten maximalen Drawdown, also im Durchschnitt aller Fonds dieser Peergroup den geringsten maximalen zwischenzeitlichen Verlust, aufweisen. Ist gleichzeitig die durchschnittliche Rendite per annum höher als der maximale Drawdown, bedeutet das für Anleger: In der Vergangenheit haben Fonds aus dieser Gruppe durchgehend eine positive Rendite gebracht, ohne bei Anlegern zwischenzeitlich für schlechten Schlaf zu sorgen. Es gibt zwar keine Garantie dafür, dass dies dann auch in der Zukunft so sein wird. Doch bei einer Betrachtung über den Zeitraum von zehn Jahren ist immerhin die Wahrscheinlichkeit vergleichsweise hoch, dass die Fondsgruppen mit geringem maximalen Drawdown auch in Zukunft die Anlegernerven mehr schonen als Fonds aus einer Gruppe mit hohen zwischenzeitlichen Verlusten.

Fondsgruppen mit geringen zwischenzeitlichen Verlusten

Nervenschonende Aktienfonds: Gegessen wird immer

In der obenstehenden Tabelle, die mithilfe der Fondsanalyse-Software FVBS professional erstellt wurde, sind die Fondsgruppen mit den Anlageschwerpunkten zu sehen, die innerhalb ihrer Assetklasse den jeweils geringsten maximalen Drawdown haben. Beispiel: Von allen Immobilienfonds haben Fonds mit dem Anlageschwerpunkt Europa den geringsten maximalen Drawdown. Gleichzeitig zeigt die Analyse: Über alle Zeiträume hinweg haben Immobilienfonds Europa im Durchschnitt eine höhere Rendite per annum erzielt als sie jemals zwischenzeitlich mal an Wert verloren haben. Mit anderen Worten: Diese Fonds waren in den vergangenen Jahren Investments mit nahezu positiver Rendite-Garantie. Geldmarktfonds dagegen weisen für die zurückliegenden Jahre zwar auch nur geringe zwischenzeitliche Verluste aus. Doch die durchschnittliche Rendite lässt deutlich zu wünschen übrig. 

Als vergleichsweise beste Anlageklasse entpuppt sich bei näherer Betrachtung mal wieder die Aktie – im Besonderen in diesem Fall die Aktien von Nahrungsherstellern. Über den Zeitraum von zehn Jahren hinweg haben Nahrungsaktien zwar zwischenzeitlich auch mal mehr als zehn Prozent an Wert verloren. Doch eine durchschnittliche Rendite von über zehn Prozent per annum macht solche Ausrutscher locker wett. Das heißt zwar nicht, dass auch in Zukunft Aktien aus speziell dieser Branche gut performen werden. Doch die Statistik ist ein weiteres Argument dafür, in Aktienfonds zu investieren. Vielleicht auch in Nahrungsaktien. Gegessen wird schließlich immer.

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