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Stupid German Money: So sparen die Deutschen

Die Deutschen sind sich sehr bewusst, dass sie mehr für die Altersvorsorge tun müssen. Leider haben sie keine Ahnung, welche Anlageformen dafür geeignet sind. Der Hauptgrund ist mangelnde Bildung in Sachen Finanzen.

24.04.2019 | 09:30 Uhr von «Matthias von Arnim»

Das Finanzwissen der Deutschen ist katastrophal schlecht. Es gibt mittlerweile eine ganze Reihe von Studien, die das bewiesen haben. So bezeichneten die Autoren einer Studie der ING-Diba vor zwei Jahren die Bundesbürger als „finanzielle Analphabeten“. Bei der Suche nach Gründen für das Unwissen in Sachen Finanzen berichtet das Deutsche Institut für Altersvorsorge in einer aktuellen Umfrage des Forschungsinstituts INSA aus diesem Frühjahr 2019 darüber, dass mehr als zwei Drittel der Befragten angaben, die Finanzbildung im Schulunterricht würde ihrer Meinung nach zu wenig oder schlecht betrieben.

Das DIA erteilt deutschen Schulen beim Thema Finanzbildung deshalb die Note mangelhaft. „Zu wenig, schlechte Qualität und auch zu geringes Interesse der Jugendlichen und junger Erwachsene“ gebe es, konstatiert das Institut.

Mangelndes Wissen führt zu fatalen Anlageentscheidungen

Die beiden oben genannten Studien sind nur zwei Beispiele. Sie reihen sich ein in eine lange Liste an Umfragen und Untersuchungen zum Thema Finanzwissen in Deutschland. Das Ergebnis ist mehr oder weniger immer dasselbe: Die Mehrheit der Deutschen hat keine Ahnung von Vermögensbildung. Nun könnte man argumentieren: Macht ja nichts, es gibt wichtigere Themen als Geld. Doch die Folgen des finanziellen Analphabetismus in Deutschland sind fatal – für jeden Einzelnen und auch für die Solidargemeinschaft insgesamt.

Denn beim Thema Geld treffen Gefühl und Realität der Betroffenen seit Jahren brutal aufeinander. Das wird spätestens beim Blick auf eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag des Genossenschaftsverbandes deutlich. Demnach sind die Deutschen zwar Sparfüchse, wenn sie es sich leisten können, etwas zur Seite zu legen. Und sie haben auch vernünftige Gründe dafür: Wer spart, tut dies mehrheitlich vor allem fürs Alter. Doch wenn es darum geht, passende Anlageformen zu nennen, mit denen das Ziel einer guten Altersvorsorge erreicht werden kann, zeigt sich, welche Auswirkungen es hat, dass die Mehrheit der Deutschen kaum Anleihen und Aktien voneinander unterscheiden kann.

Nach wie vor sind die klassischen Bankprodukte Tagesgeld und Sparbücher die wichtigsten Geldanlagearten. Dahinter folgt Bausparen. Selbst Festgeld liegt weit vor Fondssparplänen, die ebenso wie Aktienfonds beim konkreten Anlageverhalten der Deutschen kaum eine Rolle spielen. Erstaunlich dabei: Danach befragt, welche Anlageformen denn sinnvoll für die Altersvorsorge seien, belegen niedrig verzinste Sparformen wie Festgeld, Sparbücher und Tagesgeld immerhin nicht die vorderen Ränge. Dass sie im Zusammenhang mit Altersvorsorge von den Befragten überhaupt genannt werden, ist aber schon erschreckend genug.

Dass die Antworten „Weiß nicht“ und „Ich halte keine der genannten Geldanlage-Möglichkeiten für geeignet“, gemessen an der Prozentzahl auf Rang zwei und vier der Ergebnisliste landen, ist mindestens ebenso befremdlich.

Fazit: Es gibt in der Finanzberatung noch viel zu tun. Aufklärung über die Zusammenhänge von Rendite, Laufzeit und Kosten verschiedener Anlageprodukte sind in Zeiten, in denen fest verzinsliche Anlageformen unterm Strich kaum noch einen positiven Ertrag bringen, wichtiger denn je.

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