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Mirko Kohlbrecher: China darf man nicht abschreiben

Chinas politische Klasse greift mit harter Hand durch: Wichtige Börsengänge werden abgesagt, ganze Branchen verstaatlicht. Investoren flüchten deshalb aus dem Land. Doch hinter den kurzfristigen Risiken sehen wir Chancen.

19.10.2021 | 13:00 Uhr von «Mirko Kohlbrecher»

Erst setzt das Land beim Wirtschaftswachstum immer neue Rekorde. Nun gefällt sich die politische Klasse darin, mit harter Hand zu regieren. Da wird mit der Ant Group mal eben der weltgrößte Börsengang abgesagt, weil dessen Chef Jack Ma sich aus Sicht der Kommunistischen Partei (KP) Chinas zu systemkritisch äußerte. Dann lässt die Regierung den einst weltgrößten Immobilien-Entwickler Evergrande mit steinen Zahlungsschwierigkeiten allein, obwohl sie in der Vergangenheit Unternehmen in ähnlichen Situationen geholfen hatte. Schließlich wird E-Learning-Anbietern die Nachhilfe untersagt und der Sektor über Nacht zum Non-Profit-Segment.

Vor allem der letzte Schritt macht deutlich, dass Investments in China mit besonderen Risiken behaftet sind. Kein Wunder, dass viel Kapital aus dem Land floh und so den Aktienmarkt unter Druck setzt. Der MSCI China notiert aktuell im Vergleich zum Jahresbeginn 15 Prozent tiefer, während der amerikanische S&P 500 etwa 20 Prozent zulegte.

Allerdings gehen wir davon aus, dass die KP Chinas solche Marktreaktionen in ihrer Politik künftig vorwegnehmen und ihr Verhalten daran anpassen wird. Schließlich liegt es nicht in ihrem Interesse, den Aktienmarkt als Symbol der Wirtschaftskraft Chinas auf Dauer nach unten zu drücken. Somit geraten wieder die langfristigen Chancen in den Blick:

  • Das Reich der Mitte ist für 18 Prozent des weltweiten Bruttosozialproduktes verantwortlich. Seine Unternehmen haben aber nur einen Anteil von 4 Prozent im MSCI World Index.
  • Das Land hat in einigen Technologiefeldern wie Drohnen oder E-Autos eine Vorreiterrolle inne oder ist zumindest ein ernsthafter Konkurrent für westliche Konzerne. Die Zeiten der „Chinese Copycat" scheinen vorbei zu sein.
  • Die Wirtschaft Chinas wird in den kommenden Jahren stärker wachsen als im Rest der Welt.
  • Dass der Aktienmarkt dort eine geringe Korrelation zu den Börsen in USA und Europa hat, ist ein Pluspunkt in Sachen Diversifikation.


Es gibt also gute Gründe, China deutlich stärker zu gewichten, als es der MSCI World tut. Bis zu sieben Prozent im chinesischen Aktienmarkt scheinen uns durchaus sinnvoll. Hinzu kommt, dass der Anleihemarkt des Landes – weltweit immerhin der zweitgrößte – noch Zinsen zwischen drei und vier Prozent bietet. Für Euro-Anleger ist das ein wahres Rendite-Paradies!

Das Risiko schwankender Wechselkurse halten wir dabei für überschaubar. Wenn es Bewegung gibt, dann vermutlich in Richtung einer Aufwertung des Renminbis. Davon würden Anleger aus dem Euro-Land ebenfalls profitieren.

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