Das Jahr 2022 hat für stark wachstumsorientierte Anlagen sehr volatil begonnen. Die neue Ausrichtung der Zentralbanken und steigende Inflationssorgen ließen bei einigen Investoren – insbesondere die zittrigen Hände – gerade bei den höher bewerteten Titeln Sorgen aufkommen und führten zu signifikanten Verkäufen.
Im Vorfeld der Leitzinserhöhung durch die FED im März folgen die Finanzmärkte der Industrieländer einem erkennbaren Muster. Beobachtet man das Renditeprofil des Bloomberg Eurozone und US Equity-Fixed Income 60:40-Index, so konnte man eine Reihe negativer monatlicher Renditen vor und kurz nach dem Beginn eines geldpolitischen Zinserhöhungszyklus unter Führung der USA erkennen.
Rückblickend war die Debatte über Basis- versus Risikoszenarien seit der Großen Finanzkrise von 2008/2009 sinnlos. Dominante Währungsbehörden führten zu einem risikofreudigen Basisszenario an den Finanzmärkten.
Ein Blick über die kurzfristige Ungewissheit hinaus und auf potenziell lohnende Anlagechancen für den aktiven und anspruchsvollen Anleger im Jahr 2022.
In den letzten fünf Jahren haben die Zentralbanken die Finanzmärkte durch detaillierte Kommunikation auf äußerst transparente Weise vorbereitet, informiert und gelenkt.
Nach drei schwierigen Jahren mit sehr guten Ergebnissen fragen sich Anleger zu Recht: „Wie geht es 2022 weiter?“ Was bleibt für die Zukunft, jetzt, da eine Drosselung der Wertpapierankäufe durch die Notenbanken bevorsteht und die Inflation stark steigt?
Die Welt befindet sich nach wie vor im Bann von COVID, die lange prophezeite „Rückkehr zur Normalität“ ist bislang ausgeblieben. Wie schon 2020 war die Finanzwelt auch im Jahr 2021 auf einem holprigen Weg unterwegs:
Nachhaltige Investitionen verzeichneten ein erstaunliches Jahrzehnt, indem Initiativen von Unternehmen, Individuen und politischen Entscheidungsträgern aufeinandergetroffen sind. Letztere waren in den letzten drei Jahren besonders aktiv.
In diesem Beitrag zum Jahresende 2021 werden wir eine Reihe von Faktoren, die die US-Dollar-Bewertungen beeinflussen, Revue passieren lassen. Zu Jahresbeginn waren die Befürworter, die einen starken US-Dollar erwarteten, eindeutig in der Minderheit.
Produktivität misst den Output pro Inputeinheit (Natur, Menschen, Kapital und Unternehmen) und ist definiert als die Effizienz der jeweiligen Produktionssysteme.