2022 war ein volatiles Jahr für die Devisen-, Zins-, Anleihe- und Aktienmärkte. Die unerbittliche Verschärfung der Finanzierungsbedingungen durch die Zentralbanken katapultierte die Teilnehmer in eine neue Realität.
Die Rendite für 10-jährige deutsche Bundesanleihen erreichten am 21. Oktober einen Höchststand von rund 2,50 %, während sie Anfang August einen Tiefstand von knapp unter 0,80 % erreichten und das Jahr mit -0,18 % begannen.
Von der übergeordneten Debatte über den Klimawandel bis hin zu spezifischen Argumenten zur Wirksamkeit der Integration von ESG-Faktoren in die Politikgestaltung oder Anlageentscheidungen, werden wir immer wieder mit dem Narrativ „Umbruch versus Wandel“ konfrontiert.
Die Anleiheinvestoren mussten im laufenden Jahr einiges einstecken. Wenn wir die wichtigsten Indizes betrachten, sieht die Bilanz seit Jahresbeginn bis heute wie folgt aus:
Peter De Coensel, CEO DPAM, trifft in seiner aktuellen Kolumne folgende Kernaussagen:
Von einer vorübergehenden Inflation im Zusammenhang mit pandemiebedingten Lieferkettenunterbrechungen sind wir zu einer anhaltenden Inflation übergegangen.
Ein Kommentar von Gerrit Dubois, Responsible Investment Specialist bei DPAM.
Jede Veränderung der Erwartungen über 5,00 % für die US-Leitzinsen hinaus könnte einen nichtlinearen Anstieg der Wahrscheinlichkeit einer Kreditklemme auslösen, wie dies effektiv im zweiten Halbjahr 2008 erfolgte. Der Anstieg der langfristigen US-Realzinsen war überwältigend. Ein weiterer Anstieg könnte die USA in eine Rezession mit anhaltenden stagflationären Folgen stürzen.
Am 12. Oktober veranstaltete DPAM sein 6. Nachhaltigkeits-Seminar. Diesmal mit dem Themenschwerpunkt „Engagement“.
Zu Beginn des letzten Quartals des Jahres 2022 sehen sich die Anleger mit einer unfassbaren Kombination aus negativen Ergebnissen und einem hohen Maß an Unsicherheitswahrnehmung konfrontiert.