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Der Krypto-König ist nicht das bessere Gold

Immer öfter hören wir das Argument, der Bitcoin sei das bessere Gold. Warum also nicht Gold verkaufen und stattdessen digitale Währungen ins Depot holen? Es gibt mindestens vier gute Gründe, warum Bitcoin & Co. das Edelmetall nicht ersetzen können.

30.04.2021 | 07:15 Uhr von «Stephan Albrech»

Die Begründung derer, die Bitcoins für das bessere Gold halten, läuft etwa so: Die alternative Währung schützt ebenso gut wie Gold vor der Abwertung von Euro und Dollar, die mit den ungebremst wachsenden Geldmengen verbunden ist. Im Gegensatz zum Edelmetall wird das Angebot beim Bitcoin irgendwann gegen null gehen. Wenn der Bitcoin knapper ist als Gold, sei es nur logisch, dass er für den Schutz des Vermögens besser geeignet sei als das Metall. Was schlüssig klingt, hat eine Reihe von Haken.

Haken Nr. 1: Gold ist vielseitiger als Kryptos

Ein Drittel der Goldnachfrage entfällt auf den Schmucksektor, sieben Prozent auf die Verwendung im technischen Bereich. Hinzu kommen gut 40 Prozent Nachfrage durch Millionen von Investoren weltweit. Die verbleibenden Prozent gehen auf das Konto der Notenbanken. Im Unterschied dazu wird der Bitcoin fast nur zu Investment-Zwecken gekauft. Folge: Der Preis für Gold entwickelt sich stabiler als der Kurs von Bitcoin & Co.

Haken Nr. 2: Es werden mehr Bitcoins als Gold geschürft

Das Argument, dass weniger Bitcoins als Gold geschürft werden, stimmt für dieses Jahrhundert wohl nicht. Der Goldbestand wächst seit rund 20 Jahren um 1,7 Prozent pro Jahr. Demgegenüber legt das Bitcoin-Mining derzeit jährlich um drei Prozent zu. Erst im Jahr 2140 werden keine Bitcoins mehr geschürft. Zudem soll es aktuell an die 10.000 Krypto-Währungen geben. Die wenigsten werden sich als Zahlungsmittel oder Wertspeicher durchsetzen. Gold indes ist seit 2.000 Jahren anerkannt.

Haken Nr. 3: Die Bitcoin-Konzentration ist viel höher als bei Gold

Nicht die Computer-Nerds schürfen Bitcoins, sondern vor allem Firmen mit Hochleistungsrechnern. 50 Prozent aller PCs, die Bitcoins schürfen, stehen laut Bloomberg in China! Demgegenüber ist das Mining-Business beim Gold gleichmäßiger verteilt. Ausgeglichener sieht es auch bei den Eigentümern aus: Etwa die Hälfte des Goldbestands ist weltweit als Schmuck auf unzählige Haushalte verteilt. Ein Fünftel des Goldes befindet sich in den Händen von Anlegern. Notenbanken und US-Schatzamt besitzen ebenfalls ordentliche Anteile. Beim Bitcoin verfügen dagegen immer weniger Eigentümer über immer größere Bestände.

Haken Nr. 4: Gold schützt in einer Aktien-Baisse deutlich besser

Digitale Währungen dienen nicht als Gegengewicht, wenn der Aktienmarkt schwächelt oder gar richtig in die Knie geht. Im Gegenteil: Die Krypto-Währung fällt deutlich, wenn etwa der Nasdaq Composite eine ausgeprägte Schwächephase hat. Ganz anders sieht es bei Gold aus: Das Edelmetall legt in 80 Prozent der Fälle zu, wenn Aktien den Weg Richtung Süden antreten. Damit korreliert das Edelmetall weit weniger mit Aktien als die Krypto-Währungen und kann ein Portfolio stabilisieren. Einen klareren Beweis, dass der Bitcoin bei langfristig orientierten Anlegern das Gold nicht ersetzen kann, gibt es nicht.

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