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BRICs starten 2013 schleppend

Staaten haben mit steigender Inflation und sinkendem Wachstum zu kämpfen. China zeigt die besten Daten.

11.03.2013 | 11:30 Uhr von «Patrick Daum»

Die BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China) sind verhalten ins Jahr 2013 gestartet. In Brasilien nahm die Inflation zu, Russland muss einen Höchststand bei Arbeitslosigkeit hinnehmen und Indien kann die guten Daten aus dem dritten Quartal nicht bestätigen. China brechen ausländische Direktinvestitionen weg, der Handelsüberschuss beträgt aber fast 30 Milliarden US-Dollar.

Brasilien verzeichnete im vierten Quartal 2012 ein Wirtschaftswachstum von 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr“, sagt Marc Mobius, Executive Chairman bei Franklin Templeton Investments. Damit konnte es sich zum dritten Quartal (0,9 Prozent) weiter steigern. Im gesamten Jahr 2012 musste das BIP-Wachstum allerdings einen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr hinnehmen: Konnte 2011 noch ein Wachstum von 2,7 Prozent verzeichnet werden, waren es im vergangenen Jahr 0,9 Prozent. „Die ausländischen Direktinvestitionen betrugen 2012 65,3 Milliarden US-Dollar, was nahezu 30 Prozent der gesamten Zuflüsse in die Region entspricht“, so Mobius. Im Januar 2013 seien sie jedoch von 5,4 Milliarden US-Dollar zu Monatsbeginn auf 3,7 Milliarden US-Dollar zurückgegangen. Durch hohe Lebensmittelpreise habe der Inflationsdruck im Januar zugenommen, analysiert der Schwellenländer-Experte: „Der Verbraucherpreisindex stieg gegenüber Dezember von 5,8 Prozent auf 6,2 Prozent im Jahresvergleich.“ Auch die Arbeitslosenquote konnte ihr Rekordtief von 4,6 Prozent im Dezember 2012 nicht halten und stieg auf 5,4 Prozent im Januar an. „Der Zuwachs war teilweise der Entlassung von Zeitarbeitskräften nach der Urlaubszeit zuzuschreiben“, erklärt Mobius.

Von den Januar-Makrodaten Russlands ist Mobius enttäuscht: „Das Wachstum der Einzelhandelsumsätze fiel im zum Vorjahr von 5,0 Prozent im Dezember 2012 auf 3,5 Prozent im Januar.“ Die Arbeitslosenquote erreichte zudem mit 6,0 Prozent im Januar einen Höchststand seit zehn Monaten. Der Verbraucherpreisindex stieg ebenfalls an und erreichte im Januar einen Stand von 7,1 Prozent. „Die Hauptsache des Inflationsanstiegs sind höhere Lebensmittel- und Transportkosten sowie eine Verkaufssteuer für Alkohol“, erläutert Mobius. Ein Anstieg sei bei den Reallöhnen zu erkennen. Diese kletterten im Januar auf 8,0 Prozent. „Aber die Zunahme der realen verfügbaren Einkommen von 0,7 Prozent war weitaus geringer“, relativiert der Experte. Zum ersten Mal seit über drei Jahren sei außerdem die Industrieproduktion gesunken. Zum Vorjahr ging sie im Januar um 0,8 Prozent zurück. Mobius findet aber auch positive Daten aus Russland: „Die Anlageinvestitionen verzeichneten jedoch im Jahresvergleich ein Wachstum von 1,1 Prozent im Januar und überschritten die Erwartungen des Marktes.“

Indien konnte das gute Wachstum aus dem dritten Quartal 2012 von 5,3 Prozent nicht halten. Im vierten Quartal sank es geringfügig  auf 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Im Wesentlichen verantwortlich für das rückläufige Wirtschaftswachstum, war die Abschwächung des Landwirtschafts- und Dienstleistungssektors“, glaubt Mobius. Nach Angaben von Finanzminister Chidambaram könnte das Haushaltsdefizit für 2012/2013 mit 5,2 Prozent leicht unter der Wachstumsprognose von 5,3 Prozent liegen. Für 2013/2014 plane die Regierung einen Defizitabbau auf 4,8 Prozent des BIP. Wie in Brasilien und Russland habe auch Indien mit hohen Lebensmittelkosten zu kämpfen, wodurch der Verbraucherpreisindex im Jahresvergleich von 10,6 Prozent auf 10,8 Prozent anstieg.

China musste im Januar einen regelrechten Einbruch ausländischer Direktinvestitionen hinnehmen. Im Vergleich zum Vorjahr sanken sie um 7,3 Prozent auf 9,3 Milliarden US-Dollar. Schon 2012 gingen Direktinvestitionen um 3,8 Prozent zurück. „Aber das ist weit weniger als der Rückgang zum Vorjahr von 18 Prozent weltweit“, so Mobius. Ein kräftiges Wachstum habe der Handelssektor verbuchen können: Sowohl Exporte als auch Importe wiesen zweistellige Wachstumsraten aus. Im Jahresvergleich hätte Russland die Exporte im Januar um 25 Prozent, die Importe um 28,8 Prozent steigern können. „Der gesamte Handelsüberschuss belief sich auf 29,2 Milliarden US-Dollar und überstieg die Erwartungen des Markts“, sagt der Experte. Im Vergleich zu Brasilien, Indien und Russland kann sich China über einen Rückgang der Verbraucherpreise freuen. Der Index fiel von Dezember 2012 bis Januar von 2,5 Prozent auf 2,0 Prozent. Zum Abbau des Inflationsdrucks im Bankensystem habe die Zentralbank die Liquidität verknappt.

BRIC-Indizes: Nur China liegt vor dem MSCI Emerging Markets

Quelle: FINANZEN FundAnalyzer (FVBS)

(PD)

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