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Niedrige Fondskosten als Schlüssel zum Erfolg

Eine aktuelle Studie zeigt Erstaunliches: Anleger haben mit preiswerten Fonds eine hohe Chance, überdurchschnittliche Renditen zu erzielen. Dabei spielen Anlageklasse und Fondskategorie keine Rolle.

07.05.2019 | 09:30 Uhr von «Matthias von Arnim»

Die Ex-post-Kostentransparenz knüpft damit an die Ex-ante-Kostentransparenz an, die seit Anfang 2018 verpflichtend ist. In diesem ersten Schritt wurden Banken, Fondsgesellschaften und Co. verpflichtet, ihre Kunden vor dem Kauf über alle Kosten und Nebenkosten im Zusammenhang mit Wertpapierdienstleistungen und dem jeweiligen Finanzinstrument zu informieren.

So sinnvoll diese Instrumente grundsätzlich sind, so wenig sagen die Kostenausweise als einzelne Dokumente jedoch darüber aus, wie erfolgversprechend ein Produkt ist und wie teuer oder preiswert im Vergleich zu anderen Produkten. Diese Dimension wird erst deutlich, wenn man sich  das Zusammenspiel von Preis und Wertentwicklung in größerem Maßstab ansieht. Und da zeigt eine aktuelle Studie „Fondskosten – der Schlüssel einer erfolgreichen Fondsauswahl?“, die der Unternehmensberater Bernd Baur (bbconsulting) gemeinsam mit dem Petersmann Institut erstellt hat, in welchem Verhältnis Wertentwicklung und Kosten von Fonds zueinander stehen.

Das Ergebnis der Untersuchung ist eindeutig: Wer Fonds mit unterdurchschnittlichen Kosten in seiner Anlageentscheidung bevorzugt, hat deutlich größere Chancen, eine über dem Durchschnitt der Peergroup des Produkts liegende Performance zu erzielen. Dabei spielt es der Studie zufolge keine Rolle, für welche Anlageklasse oder Fondskategorie sich der Anleger im Vorfeld entschieden hat. „Es ist offensichtlich, dass die Höhe der Kosten, die einem Fonds belastet werden, nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigt, sondern auch die tatsächliche Leistungsfähigkeit des Portfoliomanagements überschattet. Fondsmanager, deren Fondskosten deutlich über dem Durchschnitt lagen, konnten in der Vergangenheit diesen Rucksack über ein aktives Management nicht mehr wettmachen. Darum gilt wie im ganzen Wirtschaftsleben: Der Gewinn eines Investments liegt im Einkauf“, stellt Autor Bernd Baur heraus.

Um dies an einem Beispiel zu verdeutlichen: Laut der Studie kostete ein weltweit investierter Aktienfonds zwischen Februar 2018 und Februar 2019 für Privatanleger durchschnittlich 1,50 Prozent jährlich, ein ETF lag bei 0,31 Prozent. Fonds, deren Kosten über dem Durchschnitt lagen, haben in der Fünf-Jahres-Betrachtung nur zu einem Anteil von knapp 28 Prozent eine Mehrrendite gegenüber der Peergroup erzielt. Fonds mit unterdurchschnittlichen Kosten hingegen haben dies zu fast 85 Prozent geschafft.

Was das Verhältnis zwischen Mehr- und Minderrendite der Fonds mit höheren und geringeren Kosten betrifft, ist die Aussage über alle Anlagehorizonte sehr deutlich: Während je nach Anlageperiode nur 30 bis 40% der teuren Aktien-Fonds eine über dem Durchschnitt liegende Performance erzielen konnten, lag die vergleichbare Größenordnung bei den kostengünstigeren Fonds zwischen 66 und 85%, also in etwa doppelt so hoch.

Bei Mischfonds sind ähnliche Werte zu beobachten:

Die Kosten sind ein Qualitätskriterium

Die Autoren schließen aus den Ergebnissen ihrer Studie, dass sich mit einfachen Mitteln die Wahrscheinlichkeit erhöhen lässt, gute von schlechten Fonds zu unterscheiden. Die Ergebnisse der Studie zeigten auch, dass dies nicht automatisch bedeuten muss, dass man nur ETFs kaufen sollte. Allein entscheidend sei der Umstand, dass die Fonds-Kosten unter den durchschnittlichen Kosten der betreffenden Peergroup liegen. Dabei sei es offensichtlich, dass die Fonds-Kosten nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit eines Fonds beeinträchtigt, sondern auch die tatsächliche Leistungsfähigkeit des Portfoliomanagements überschattet. Denn Fondsmanager, deren Fondskosten deutlich über dem Durchschnitt lagen, konnten in der Vergangenheit diesen Rucksack über ein aktives Management nicht mehr wettmachen.
Die Berücksichtigung dieser Erkenntnisse bei der Fondsauswahl seien so bedeutend wie einfach, schreiben die Autoren. Darum gelte wie im ganzen Wirtschaftsleben: Der Gewinn eines Investments liegt im Einkauf.

Über die Studie

Grundlage der Studie bildet die öffentlich zugängliche Datenbank von Morningstar mit einer Konzentration auf die für Privatkunden in Euro aufgelegten Fonds. Daraus folgt eine Auswahl von mehr als 20.000 Fonds und knapp 3.500 ETFs.

Die Studie „Fondskosten – der Schlüssel einer erfolgreichen Fondsauswahl?“ als PDF-Download.

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