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Warum Selbständige, Freiberufler und Kleinstbetriebe Priorität haben sollten

Selbständige, Freiberufler und Kleinstbetriebe sind wirtschaftlich am schwersten von der Corona-Krise betroffen. Unverschuldet stehen viele vor dem finanziellen Ruin. Der Staat sollte mehr Geld geben.

24.03.2020 | 09:00 Uhr von «Felix Petruschke»

Selbstständige, die Dienstleistungen anbieten; Kleinstunternehmer, die allein oder mit wenigen Angestellten einen Laden betreiben; Freiberufler, die auf Aufträge angewiesen sind - sie alle sind von den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise direkt betroffen. Insgesamt rund fünf Millionen Menschen in Deutschland.

Die Bundesregierung hat angekündigt keinen zu vergessen, wenn es um finanzielle Unterstützung geht. "Klotzen nicht kleckern" hat Finanzminister Olaf Scholz das beschlossene Maßnahmenprogramm genannt. Angekommen ist bei denjenigen, die es am dringendsten brauchen, bisher fast nichts.

Schnelligkeit ist geboten: Selbständige und Freiberufler haben oft kein finanzielles Polster, um mit dem unerwarteten Auftragseinbruch klarzukommen. Hinzu kommt: Das Nettostundeneinkommen ist im Schnitt geringer als das von Angestellten. Etwa die Hälfte der Selbständigen haben nur ein prekäres Einkommen und kommen - auch in guten Zeiten - gerade so über die Runden.

Die Verluste bleiben für immer

Die finanziellen Ausfälle, etwa durch Veranstaltungen die abgesagt werden, nicht erteilte Aufträge, ausbleibende Gäste - sind für immer verloren. Schließlich können die Geschädigten ihre Tickets oder ihren Tisch im Restaurant nach der Krise nicht zweimal verkaufen.

Großkonzerne, wie beispielsweise VW, sind besser dran. Sie profitieren nicht nur vom Kurzarbeitergeld und von sehr günstigen Krediten - sondern können sich auch Hoffnung auf Nachholeffekte machen: Wer in der aktuellen Krise kein Auto kauft, tut das eben ein paar Monate später.

Die bisherigen Hilfen für Selbständige und Freiberufler sind unzureichend: Laut Infektionsschutzgesetz erhalten Selbständige nur Entschädigung, wenn sie selbst unter Quarantäne stehen. Einem Theaterschauspieler, der gerade keine Auftritte bekommt, hilft das nicht. Über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) können Selbstständige und Freiberufler - genau wie größere Unternehmen - Liquiditätshilfen zu günstigen Konditionen beantragen. Es handelt sich dabei aber nicht um Zuschüsse, sondern um einen Kredit: Dieses Geld muss zurückgezahlt werden. Dasselbe gilt für die eingeführten Sonderregelungen bei Steuerzahlungen. Sie werden aufgeschoben, nicht aufgehoben.

Wesentlich wirkungsvoller wären direkte staatliche Finanzspritzen: Ein Corona-Geld sozusagen. Das würde kurzfristig Entlastung schaffen, und den Betroffenen Zeit geben, die kommenden Wochen zu überbrücken.

Bayern ist mit einem Sofortprogramm in Höhe von zehn Milliarden Euro vorgeprescht: Seit Mittwoch können Freiberufler und Unternehmen mit höchstens 250 Mitarbeitern, denen wegen der Corona-Seuche die Pleite droht, Hilfe beantragen. Diese ist gestaffelt: Bis 5 Mitarbeiter 5000 Euro, bis 10 Mitarbeiter 7500 Euro, bis 50 Mitarbeiter 15 000 Euro, bis 250 Mitarbeiter 30 000 Euro. Weitere Infos gibt es hier auf der Seite.

Apropos staatliche Zuschüsse: Wie wäre es eigentlich mit einem Gehaltsbonus für das medizinische Personal, besonders für Krankenschwestern und Pfleger, die durch harte Überstunden gerade das Gesundheitssystem am Laufen halten?

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