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FundResearch im Gespräch mit Fondsmanager Wilfried Stubenrauch

Ist die Altersvorsorge mit Fonds nach dem Corona-Crash noch sinnvoll?

03.04.2020 | 13:00 Uhr von «Ralf Ferken»

Wie sinnvoll sind Fonds generell für die langfristige Altersvorsorge?

Ich halte unverändert Fonds für das sinnvollste Investment für die Altersvorsorge. Es geht ja hierbei in der Regel um sehr langfristige Anlagezeiträume. Da wurden und werden die Rückschläge an den Börsen immer wieder aufgeholt. Gerade in solch turbulenten Phasen wie wir sie derzeit erleben, profitieren langfristige Ansparpläne durch die regelmäßigen Zahlungen davon, dass jetzt zu günstigen Kursen eingekauft oder nachgekauft wird. Bei später steigenden Kursen profitiert der Anleger davon überproportional.

Wie sollten sich langfristig orientierte Anleger im jetzigen Börsenumfeld verhalten?

Am einfachsten ist es, eine regelmäßige Zahlung vorzunehmen um einen durchschnittlich günstigen Einkaufspreis zu erhalten und sich nicht mit der Frage des richtigen Zeitpunktes beschäftigen zu müssen. Den richtigen Einstiegszeitpunkt zu finden gelingt so gut wie nie. Auch beabsichtigte größere Einmalanlagen würde ich in solchen Phasen auf mehrere Monate strecken um nicht zum falschen Zeitpunkt zu viel zu investieren.

Inwiefern kann man Anleger nach den Bärenmärkten in 2000-2003, 2007-2009 und 2020 noch davon überzeugen, in Aktien zu investieren?

Indem man sich die Ergebnisse guter Aktienfonds ansieht. Trotz der heftigen Rückschläge die ja zweifelsfrei aufgetreten sind und auch in der Zukunft immer wieder auftreten werden, erhält man gerade in Zeiten negativer Zinsen sehr interessante Renditen. Wichtig ist, außerhalb der Anlage jederzeit über ausreichend liquide Mittel zu verfügen, so dass für die Anlage in Aktienfonds ein ausreichender Anlagezeitraum (ab 7 Jahre) zur Verfügung steht. Der Zeitpunkt für ein Investment kann ähnlich wie in den Jahren 2003 oder 2009 nicht viel günstiger werden und wenn doch, so nutzt man über einen Investitionsplan auch eventuell vorübergehend noch günstigere Kurse aus. Alternativ kann über gute Mischfonds oder fondsgebundene Vermögensverwaltungen eine Steuerung der Aktienquote erfolgen und damit in solch schwierigen Phasen die Schwankungen reduziert werden.

Halten Sie Anleihen als Beimischung weiterhin für notwendig?

In Zeit von niedrigen oder negativen Zinsen betrachte ich Anleihen eher als Beimischung um Schwankungen zu reduzieren. Lediglich einige Fonds mit besonderen Managementansätzen halte ich auch unter Renditegesichtspunkten für interessant.

Inwiefern sollten Anleger ihre Aktienquote reduzieren, wenn der Ruhestand naht?

Das hängt ganz entscheidend davon ab, in welcher Höhe Entnahmen im Ruhestand geplant sind und wie hoch das angelegte Vermögen ist. Bei im Verhältnis zur geplanten Entnahme eher niedrigem Vermögen sollte man auch die Aktienquote über die letzten fünf bis zehn Jahre kontinuierlich senken. Bei einem verhältnismäßig großen Vermögen, das dann vielleicht auch zum großen Teil vererbt wird, kann die Aktienquote höher bleiben, da dann auch weiterhin ein langfristiger Anlagezeitraum gegeben ist. Grundsätzlich sollte aber in jedem Portfolio von Ruheständlern eine Aktienquote vorhanden sein.

Weitere Infos: www.sundh-fonds.de

Wilfried Stubenrauch
Wilfried Stubenrauch
Wilfried Stubenrauch, Fondsmanager

Wilfried Stubenrauch aus Schortens bei Wilhelmshaven. Stubenrauch leitet zusammen mit Stefan Hölscher aus Hannover die Stubenrauch & Hölscher Fondsberatung GmbH. Zudem gewann Stubenrauch bereits zweimal den Titel als „Finanzberater des Jahres“.

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