• DAX----
  • T-DAX----
  • ESt50----
  • EUR/USD----
  • BRENT----
  • GOLD----
  • Neuberger Berman Asset Management Ireland Limited, German Branch
  • Comgest Deutschland GmbH
  • DONNER & REUSCHEL AG
  • Pro BoutiquenFonds GmbH
  • Natixis Investment Managers S.A.
  • Capital Group
  • BLI - Banque de Luxembourg Investments S.A.
  • Janus Henderson Investors
  • Morgan Stanley Investment Management
  • BERENBERG, Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG
  • AXA Investment Managers Deutschland GmbH
  • Robeco
  • Bellevue Funds (Lux) SICAV
  • Edmond de Rothschild Asset Management
  • UBS Asset Management (Deutschland) GmbH
  • Carmignac
  • KanAm Grund Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH
  • Greiff capital management AG
  • Moventum
  • Columbia Threadneedle Investments
  • Bakersteel Capital Managers
  • AB Europe GmbH
  • Hansainvest Hanseatische Investment-GmbH
  • M&G Investments
  • Pictet
  • WisdomTree Europe
  • iQ-FOXX Indices
  • ODDO BHF Asset Management
  • Rothschild & Co Asset Management
  • BNP Paribas Asset Management
  • Degroof Petercam SA
  • Credit Suisse (Deutschland) AG

Peter Hoppe: „Aktienquote = 100 – Lebensalter? Diese Faustformel halte ich für überholt“

Ist die Altersvorsorge mit Fonds nach dem Corona-Crash noch sinnvoll? Dazu befragten wir Peter Hoppe aus Menden im Sauerland. Hoppe leitet die HOPPE VermögensBetreuung GmbH & Co. KG und gewann in den Jahren 2016 und 2017 den Titel als „Finanzberater des Jahres“.

07.04.2020 | 10:00 Uhr

Wie sinnvoll sind Fonds generell für die langfristige Altersvorsorge? 

Für die langfristige Altersvorsorge sind Aktien undAktienfonds heutzutage unverzichtbar. In Zeiten von Null- und Negativzinsen geht an dieser Form der Altersvorsorge kein Weg mehr vorbei. Bei Anlage- beziehungsweiseAnsparzeiträumen von 15 Jahren und länger hat in der Vergangenheit kein Anleger, der in breit gestreute Indices wie den DAX oder den EuroStoxx50 in investiert hat, Verluste erlitten.

Wie sollten sich langfristig orientierte Anleger im jetzigen Börsenumfeld verhalten?

Wer langfristig investiert, der braucht sich um kurzfristige Krisen nicht so viele Gedanken machen. Anleger sollten im jetzigen Börsenumfeld vor allem Ruhe bewahren und besonnen reagieren. Wer sich richtigerweise dafür entschieden hat über Fondssparpläne für Alter vorzusorgen, sollte diese jetzt nach Möglichkeit weiter besparen oder wenn möglich sogar zumindest temporär erhöhen. Dadurch werden nach dem Kursrückgang jetzt automatisch mehr (Aktien-) Fondsanteile erworben, mit denen man dann von der nächsten Markterholung profitiert.

Inwiefern kann man Anleger nach den Bärenmärkten in 2000-2003, 2007-2009 und 2020 noch davon überzeugen, in Aktien zu investieren?

Alle Bärenmärkte der letzten 120 Jahre sind in wenigen Jahren wieder rausgewachsen. Trotz aller Krisen, und die oben genannte Aufzählung könnte man noch um die beiden Ölkrisen Anfang der Siebziger Jahre, den Börsencrash 1987 und die Golfkrise 1990 ergänzen, haben die Aktienmärkte in der Folge immer überproportionale Zuwächse erzielt und über kurz oder lang neue historische Höchststände erreicht. Es spricht also einiges dafür, dass wir spätestens in zwei oder drei Jahren wieder deutlich höhere Aktienmärkte sehen als heute.

Halten Sie Anleihen als Beimischung weiterhin für notwendig?

Einen Teil der Altersvorsorge auch in schwankungsarmen Produkten aufzubauen ist wichtig! Europäische Staatsanleihen rentieren nahe Null und teilweise darunter. Selbst 10-jährige griechische oder italienische Staatsanleihen bringen derzeit nur eine Rendite von circa ein Prozent pro Jahr und sind damit meines Erachtens unattraktiv. Unternehmensanleihen könnten eine Alternative sein, allerdings ist es für Privatanleger aufgrund der Corona-Krise im Moment nahezu unmöglich die Bonität einzelner Unternehmen und damit das Risiko der Anleihen realistisch einzuschätzen. Über breit diversifizierte, professionell gemanagte Fonds gibt es hier aber sicherlich derzeit gute Renditemöglichkeiten bei gegenüber dem Aktienmarkt geringeren Schwankungen. Risikolos sind Unternehmensanleihen oder gar High-Yield-Anleihen im Moment aber auch nicht.

Inwiefern sollten Anleger ihre Aktienquote reduzieren, wenn der Ruhestand naht?

Mit Blick auf den nahenden Ruhestand sollten Anleger ihr angespartes Kapital zumindest gedanklich in drei „Töpfe“ aufteilen. In den ersten Topf kommt die Liquidität für die nächsten zwei bis drei Jahre in Form von Tagesgeld. In den zweiten Topf die Liquidität für die Jahre vier bis fünf. Hier könnten Unternehmens- und Wandelanleihen zusammen mit Discountzertifikaten dominieren. In den Topf drei kommt das restliche Kapital und überwiegend in breit diversifizierte Aktienfonds und Mischfonds investiert. Nach guten Börsenjahren können dann hier Gewinne abgeschöpft und damit die Töpfe eins und zwei wieder etwas aufgestockt werden. Eine generelle Reduzierung der Aktienquote oder sogar nach der Faustformel „Aktienquote = 100 – Lebensalter“ halte ich für überholt. Nicht zuletzt deshalb, weil die Lebenserwartung immer weiter steigt und das Vorsorgevermögen immer länger reichen muss.


Weitere Infos: www.hoppe-vermoegensbetreuung.de

Diesen Beitrag teilen: