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Emerging Market Indizes werden umgebaut

Investoren, die in Schwellenländer anlegen, müssen sich auf weitreichende Veränderungen einstellen, denn ab Ende Mai setzen die Indexanbieter die Benchmarks neu zusammen.

24.05.2019 | 08:00 Uhr von «Thomas Gräf»

Die marktbeherrschenden Indizes für Schwellenländeraktien, der MSCI Emerging Market Index und der FTSE Russell, werden zwischen Juni und November umgebaut – die umfangreichste Änderung seit mehr als dreißig Jahren.

So steigt der Anteil chinesischer A-Aktien im MSCI EM von 1,1 auf 3,3 Prozent auf das dreifache; außerdem verdoppelt sich im August die Quote der Aktien aus Saudi Arabien von 1,4 auf 2,8 Prozent. Diese Änderungen haben zur Folge, dass mehrere Milliarden US$ sowohl an aktiv als auch ans passiv gemanagten Assets umgeschichtet werden müssen.

Es könne durchaus sein, dass chinesische A-Aktien bis 2022 auf einen Anteil von fast 45 Prozent im MSCI EM kommen, meint Steven A. Schoenfeld, Chief Investment Officer bei BlueStar Indexes. Und wenn Südkorea in den Rang eines entwickelten Marktes aufsteigt, könnte der Proporz der Chinesen sogar auf 50 Prozent steigen.

Nach der Umstellung haben die Top 10 Länder im Index ein Gewicht von 90 Prozent – und reduzieren die verbleibenden 15 Länder beinahe zur Bedeutungslosigkeit.
Das Übergewicht der „Pandas“ in den Schwellenländerindizes von MSCI und Russel werde unter Umständen dazu führen, dass sich Investoren nach alternativen Benchmarks mit anderen Zusammensetzungen umsehen, meint Schoenfeld.

Es ist nicht das erste Mal in der Geschichte der EM-Indizes, dass der Anteil einzelner Länder radikal verändert wurde. 1994 kam es durch die „Tequila-Krise“ zu einer Reduzierung mexikanischer Aktien, die damals 22 Prozent Gewicht hatten, um zwei Drittel. 1997 flog die Hälfte der Aktien aus Brasilien im Rahmen der damaligen Finanzkrise aus dem Index. In 2008 verringerte sich der Anteil russischer Dividendenwerte von 12 auf unter vier Prozent. Und 2015 fiel der Anteil chinesischer Aktien um 44 Prozent.

Durch die Konzentration entsteht Investoren mit einer Schwellenländerstrategie nun ein Klumpenrisiko, das vor dem Hintergrund des anhaltenden Handelskonflikts zwischen China und den USA nicht außer Acht gelassen werden sollte.

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