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Corona-Immobilien-Index: Fieberkurve sinkt

Erkrankungen, Kurzarbeit, Materialmangel: Auch die eben noch boomende Bauwirtschaft ist in den vergangenen Wochen von der Pandemie getroffen worden. Jetzt gibt es kaum noch Engpässe.

15.05.2020 | 07:30 Uhr von «Matthias von Arnim»

Neben Gastronomie und Tourismus ist kaum eine andere Branche von den Lockdown-Maßnahmen so schnell aus vollem Lauf gerissen worden wie die Bauwirtschaft. Eben noch Boom, im nächsten Augenblick Kurzarbeit. Um diesen Effekt zu messen, hat das Netzwerk baumonitoring.com unter Mithilfe von Beratungsunternehmen und Branchenexperten den Corona-Immobilien-Index entwickelt. Einmal wöchentlich wertet eine Umfrage unter Unternehmen der Immobilienbranche und Bauwirtschaft die aktuelle Situation deutscher Projektentwicklungen und die Auswirkungen der Coronakrise aus. 

Seit sechs Wochen werden verschiedene Faktoren wie Personalstand und Materialversorgung gemessen. Die gute Nachricht lautet in dieser Woche: Noch nie seit Beginn der Untersuchungen des Corona-Immobilien-Index zeigte sich die Immobilienwirtschaft so stabil wie aktuell. Die nun bereits in der sechsten Woche bei Marktteilnehmern abgefragte Lage wird immer besser. Nur noch leichte Engpässe bei Material und Personal auf deutschen Projektentwicklungs-Baustellen werden in dieser Untersuchungswoche beobachtet.

Bei der Personalversorgung melden 43 Prozent (Vorwoche 31 Prozent) keinerlei Einschränkungen. 57 Prozent der Teilnehmer registrieren leichte Probleme durch Personalmangel (Vorwoche 56 Prozent). Niemand jedoch meldet in dieser Woche mittlere Einschränkungen durch Personalmangel auf den Baustellen (Vorwoche 13 Prozent). Auch starke Probleme oder Stillstand, wie in den ersten Wochen nach dem Corona-Lockdown kommen nicht mehr vor.

Auch bei der Materialversorgung verbessert sich offensichtlich die Lage. In der aktuellen Erhebung erkennen 57 Prozent der Teilnehmer keine Einschränkungen (Vorwoche 44 Prozent). Während in dieser Woche 43 Prozent der Befragten noch leichte Einschränkungen bei der Materialversorgung sehen, sagten dies in der Vorwoche 50 Prozent. Mittlere (Vorwoche noch 6 Prozent) oder große Einschränkungen, gar Stillstand auf der Baustelle beobachtet zurzeit niemand.

Das Fieber sinkt

Die Fieberkurve des Corona-Immobilien-Index ist gesunken und zeigt aktuell 37,0 Grad. Das ist der niedrigste Wert seit Beginn der Messung vor sechs Wochen. Der Corona-Immobilien-Index wird auf einer Skala von 36,5 – 41,5 Grad abgebildet. In Bezug auf die menschliche Körpertemperatur gibt der Index die Lage auf dem Immobilienmarkt an. Bei 36,5 Grad gibt es keine Beeinträchtigungen, alles ist in Ordnung. Nehmen die Probleme auf den Baustellen zu, steigt die Temperatur bis hin zum Fieber, maximal 41,5 Grad. Dann geht nichts mehr = kompletter Baustopp.

Moritz Koppe, Geschäftsführer emproc SYS und Initiator des Corona-Immobilien-Index: „Es sind gute Zahlen, die wir heute im Corona-Immobilien-Index präsentieren können. Eine Temperatur von 37,0 Grad ist schon fast wieder normal. Wir bleiben dran und rufen die Marktakteure in der Immobilienwirtschaft auf, uns weiter über die Lage bei ihren Projektentwicklungen zu informieren.“

Stefan Stenzel, Associate Director bei Cushman & Wakefield und Initiator des Corona-Immobilien-Index: „Die Lage auf den Baustellen hat sich auf einem guten Niveau stabilisiert. Die Lockerungen im Corona-Lockdown stimmen mich optimistisch, dass diese Tendenz nicht mehr kippt. In den kommenden Wochen wollen wir uns auch der Lage bei neuen Projektentwicklungen widmen, um zu verstehen mit welchen Herausforderungen zukünftige Projekte nun umgehen müssen.“

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