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Immobilienpreise in Deutschland: Die Top-Ten-Städte im Renditecheck

Immobilien in Berlin zählen weiter zu den langjährigen Gewinnern
Immobilien

Neue Daten zeigen, dass die Preise für Immobilien in den wichtigsten Großstädten Deutschlands zuletzt im Schnitt leicht gesunken sind sind. Wo es bergab geht geht und wo nicht.

22.09.2026 | 09:50 Uhr von «Peter Gewalt»

Der Preisanstieg von Eigentumswohnungen hat sich nach Daten von FVBS professional zufolge weiter abgeschwächt. Kaufpreise von Wohnungen sind im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorquartal insgesamt nur leicht gestiegen. So sind im Jahresvergleich die Preise von Eigentumswohnungen in vier von fünf der größten Städte teils kräftig gesunken. Am stärksten war das Minus in Stuttgart und München, die beide von der Krise der Autoindustrie am stärksten betroffen sind. Nur in Hamburg, Essen, Düsseldorf und Dortmund gab es Preissteigerungen, sodass für den Gesamtmarkt ein kleines Plus heraussprang. 

Dies deckt sich mit einer Auswertung des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, wonach die Kaufpreise von Wohnungen im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorquartal um 0,3 Prozent leicht zugelegt haben. „Nominal steigen die Preise zwar weiter, doch der Auftrieb hat sichtbar an Schwung verloren “, sagte der Leiter des Projekts Greix, Jonas Zdrzalek. Nach Berücksichtigung der Inflation gingen die Preise von Eigentumswohnungen sogar um 0,9 Prozent im Vergleich zum Vorquartal zurück. Das bedeutet: Verkäufer erzielen zwar höhere Preise, aber können sich davon weniger leisten.

Immobilienpreisentwicklung deutsche Großstädte 3. Quartal 2026
Immobilienpreisentwicklung deutsche Großstädte 3. Quartal 2026
Immobilienpreisentwicklung deutsche Großstädte

Quelle: FVBS professional

Wegen der Preissteigerungen im vergangenen Jahr haben sich Einmal-Investments in Eigentumswohnungen in guter Lage für viele Anleger seit Anfang 2016 dennoch ausgezahlt. Vor allem für die, die in Essen investiert haben, dem noch vor Berlin attraktivsten Markt unter den Großstädten in der vergangenen Dekade. Denn wer sich vor zehn Jahren in der Ruhrmetropole  eine Eigentumswohnung gekauft hat, kommt bis heute auf eine jährliche Rendite von knapp 6,1 Prozent. Das ist der Spitzenwert unter den Top-Ten-Städten. Zum Vergleich: München kommt im gleichen Zeitraum auf ein Plus von knapp 3,7 Prozent per anno. Am Ende der Rendite-Tabelle liegt Stuttgart mit einem Plus von immerhin noch knapp über 2,4 Prozent im Jahr, zeigt eine Auswertung mithilfe von FVBS professional.

Immobilienpreisentwicklung deutsche Großstädte 10 Jahre
Immobilienpreisentwicklung deutsche Großstädte 10 Jahre
Immobilienpreisentwicklung deutsche Großstädte 10 Jahre

Quelle: FVBS professional

Stellt sich die Frage, wie sich die Märkte weiterentwickeln. Rückenwind ist aktuell kaum zu erwarten, denn die Anleihemärkte weltweit sind wegen des Irankriegs und der Explosion der Energiepreise unter Druck, die Zinsen steigen. Auch die Eurozone und Deutschland sind betroffen: Die Rendite für richtungsweisende zehnjährige Staatsanleihen kletterte am Dienstag dieser Woche bis auf 3,57 Prozent und erreichte so ein Mehrjahreshoch. Ende Februar waren es erst rund 2,6 Prozent.

Der Anstieg hat Folgen für Immobilienkäufer und Bauherren in Deutschland, da sich die Bauzinsen an zehnjährigen Bundesanleihen orientieren. Zuletzt stiegen die Zinsen für Baufinanzierungen mit zehn Jahren Zinsbindung auf rund 4,25 Prozent jährlich, schrieb die Analysefirma Barkow Consulting. Das seien 0,60 Prozentpunkte mehr als Ende Juni und der höchste Stand seit Mai 2011.

Da Bauherren und Hauskäufer in der Regel hohe Summen per Kredit finanzieren, können schon kleine Aufschläge teuer werden. Experten halten weitere Zinsanstiege für möglich. „Wir nähern uns bei den Bauzinsen langsam den möglichen 4,5 Prozent “, schreibt Max Herbst, Gründer der Frankfurter FMH-Finanzberatung. (mit Inhalten dpa)

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