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Apo Asset: Alternativen für globale Aktien in der Post-Corona-Zeit

Alexander Chamier von Apo Asset Management geht davon aus, dass die Notenbanken demnächst auf die Bremse treten und die Aktienmärkte schlechter laufen werden als bisher. Aktien aus dem Gesundheitssektor könnten in diesem Szenario ein Stabilitätsanker sein.

06.10.2021 | 07:30 Uhr von «Matthias von Arnim»

Die vergangenen 18 Monate hatte es in sich: Zunächst mussten Anleger den schnellen, massiven Einbruch der Börse nach Verhängung mehrerer Lockdowns weltweit ertragen. Anschließend folgte eine Börsenrally, die vor allem von Hoffnung und viel Geld aus den weit offenen Geldschleusen der Zentralbanken gespeist wurde. Alexander Chamier von Apo Asset Management macht in seiner Marktanalyse auf dem FondsConsult Investment-Kongress am Tegernsee vor allem Growth-Aktien als Gewinner der jüngsten Hausse aus. Gleichzeitig warnt er vor Rückschlägen. „Die Bewertungen sind zum Teil sehr ambitioniert. Die Bewertungen des Aktienmarktes bewegen sich teilweise auf Niveaus, welche wir nur aus der Dotcom-Blase um den Jahrtausendwechsel kennen. Der Aktienboom wird sich wohl nicht in dieser Form weiter fortsetzen“, ist der Fondsmanager überzeugt. Denn die doppelte Unterstützung durch die Geld- und Fiskalpolitik ende allmählich. Die Notenbanken würden mit der Geldpolitik nun auf die Bremse treten. Es werde deshalb in den kommenden Monaten weniger Unterstützung für den Kapitalmarkt geben. Das könnte für den Aktienmarkt gefährlich werden. Denn die aktuelle Hausse sei vor allem von der globalen Liquiditätsflut getrieben. Die Mittelzuflüsse in Aktienfonds seien in den vergangenen 18 Monaten größer gewesen als die in den letzten 20 Jahren zusammengenommen. Würde der Geldstrom aus den Zentralbanken dünner werden, müssten sich Anleger zumindest auf eine Abschwächung der Dynamik an den Aktienmärkten gefasst machen. Korrekturen seien nicht ausgeschlossen. 

Zumal die makroökonomische Lage immer noch nicht entspannt sei. „Die Lockdown-Maßnahmen werden zwar zum Teil zurückgenommen, aber Corona wird uns wohl noch lange begleiten, denn die Impfquoten weltweit sind noch nicht ausreichend“, so Chamier. Insgesamt würden sich die Konjunkturdaten zwar weiter verbessern, die Erholung verlier aber zunehmend an Fahrt. „Die Verzögerung der Lieferketten wird noch bis ins Jahr 2023 wirken. Unser apoAsset Frühindikator entwickelt sich seit Wochen rückläufig. Im Klartext: Die beste Phase liegt hinter uns, nämlich die direkte Erholungsphase“, erklärt Alexander Chamier.

Auch für den Anleihenmarkt ist Chamier skeptisch. Gefährlich sei, dass Anleger den aktuellen Inflationsanstieg ausschließlich auf temporäre Sondereffekte zurückführen. „Ich glaube nicht, dass die derzeit ansteigende Inflation nur auf Sondereffekten beruht. Der Rohstoffmarkt bleibt langfristig angespannt. Die höheren Preise werden zweifellos an die Kunden weitergereicht“, so Chamier. Auch an der Lohnfront sei eine erste Dynamik zu sehen. „In den USA fehlen noch mehrere Millionen Arbeitsplätze. Die Zahl der Stellenausschreibungen ist stärker angestiegen als jemals zuvor. Die Unternehmen bekommen keine Leute und bieten jetzt höhere Gehälter. Auch dies wird sich in Preissteigerungen niederschlagen. Wie immer, werden die USA Vorreiter sein. Europa wird folgen“, prophezeit Chamier. So würde die höhere Inflation moderate Zinsanstiege mindestens ausgleichen. „Anleihen machen vor diesem Hintergrund für Diversifikation deshalb noch Sinn als Stabilisator, aber nicht als Ertragsbringer“, resümiert der erfahrene Fondsmanager.

Gesundheitsaktien als Lichtblick im Depot

Als attraktiven Lichtblick in diesem Szenario macht Chamier insbesondere Aktien aus dem Gesundheitssektor aus. Sie wiesen stärkeres Gewinnwachstum bei geringerer Konjunkturabhängigkeit auf – ein Alleinstellungsmerkmal dieses Marktsegments. Unter anderem durch den starken Gewinnanstieg seien Aktien aus dem Gesundheitsmarkt günstig gegenüber dem Gesamtmarkt bewertet. Hier bestehe also noch Luft nach oben. Zudem sei der Gesundheitsmarkt stabiler als viele andere Branchen. Dafür, dass Gesundheitsaktien gegenüber anderen Branchen mit einem Ab- anstatt mit einem Aufschlag gehandelt würden, hat Alexander Chamier eine schlüssige Erklärung: „Zum einen ist die Bewertung des Gesamtmarktes durch die teuren Tech-Unternehmen getrieben. Zum anderen kam bei Pharmaaktien immer wieder eine Diskussion über einen möglichen Preisregulierungsdruck hoch. Das ist auch jetzt gerade wieder aktuell. Passive Instrumente sind hier anfällig, da Pharma zwar nur 20 % der globalen Gesundheitsausgaben ausmacht, Pharmaaktien aber überproportional in den Healthcare-Indizes vertreten sind“, erklärt Alexander Chamier. Apo Asset investiere gezielt in alle Bereiche des Gesundheitsmarktes, darunter auch in Medizintechnik und Dienstleister. Insgesamt sprächen viele gute Gründe für Aktien aus dem Gesundheits-Segment. Denn die Branche wiese über Jahre oder sogar Jahrzehnte hinweg ein strukturell höheres Wachstum auf als der Gesamtmarkt – und das Ganze auch noch bei geringerer Konjunkturabhängigkeit. Diese Kombination sei sehr attraktiv.

Für den von Chamier gemanagten Fonds apo Medical Balance böten sich hier Chancen. „Wir bilden nicht den Health Care Index ab, in dem die großen Pharma-Player rund 40 Prozent der Indexgewichtung ausmachen und damit die Performance der Gesundheitsaktien entsprechend dominieren. Wir gehen selektiv vor und spielen den Vorteil unseres aktiven Managementansatzes gegenüber passiven Lösungen aus. Wir umschiffen mit unserer Anlagestrategie die politischen Risiken und konzentrieren uns auf die Wachstumstreiber in der Gesundheitsbranche“, so Alexander Chamier.

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