Mit zwei Neuzugängen startet die Saison 2026 in der 1. Fondsliga. Die traditionsreiche Hoppe Vermögensbetreuung bringt über fünf Jahrzehnte Erfahrung ins Rennen, während die Plutos Vermögensverwaltung frischen Schwung in die höchste Spielklasse trägt.
30.01.2026 | 13:30 Uhr von «Jörn Kränicke»
Die Saison 2026 der 1. Fondsliga ist eröffnet. Nachdem in der Spielzeit 2025 das Berliner Guliver-Team abgestiegen ist und Dolphinvest Capital nach dem Abgang ihres Teamchefs freiwillig aus dem Wettbewerb ausgeschieden sind, greifen 2026 zwei neue Mannschaften in der höchsten Spielklasse an: das Team der Hoppe Vermögensbetreuung sowie die Plutos Vermögensverwaltung. Die Hoppe Vermögensbetreuung aus Menden im Sauerland blickt auf mehr als 50 Jahre Erfahrung in der Vermögensverwaltung zurück. Das Haus steht für ein breites Spektrum an Finanzdienstleistungen, die in der Regel individuell auf vermögende Privatkunden, Familien und Stiftungen zugeschnitten sind. Langfristigkeit, Substanz und persönliche Betreuung prägen den Ansatz der Sauerländer.
Die Plutos Vermögensverwaltung aus Frankfurt dürfte vielen insbesondere durch ihre erfolgreichen Mischfonds ein Begriff sein. Gegründet wurde das Unternehmen 1994 unter dem Namen Käsdorf & Löber Vermögensverwaltung GmbH von Thomas Käsdorf und Heiko Löber. Seit 2001 firmiert der Vermögensverwalter unter dem Namen Plutos. Das Plutos-Team in der 1. Fondsliga wird von Sven Falkenhainer betreut, der in seine erste Saison mit einer auffallend ausgewogenen Aufstellung geht. Auf große Einzelwetten verzichtet Falkenhainer bewusst. Stattdessen setzt er konsequent auf Diversifikation – sie ist sein Trumpf (siehe Grafik).
Seine Aufstellung spiegelt dabei sehr gut den Konjunkturausblick für 2026 wider, den die Plutos Vermögensverwaltung zeichnet. Die Frankfurter gehen davon aus, dass die Weltwirtschaft in eine Phase moderaten, aber stabilen Wachstums eintritt. Hohe Staatsverschuldung, geopolitische Risiken und strukturelle Bremsfaktoren dämpfen zwar die Dynamik, gleichzeitig verhindern eine lockere Geldpolitik und fiskalische Impulse jedoch einen konjunkturellen Einbruch. Die US-Notenbank senkt laut Plutos die Zinsen in Richtung drei Prozent, die EZB hält ihr Niveau bei rund zwei Prozent, während Japan seinen geldpolitischen Kurs nur vorsichtig normalisiert.
An den Finanzmärkten erwarten die Frankfurter Vermögensverwalter, dass sich die Aktienmärkte 2026 weiter positiv entwickeln, allerdings deutlich ruhiger als noch im Jahr 2025. Technologie und Künstliche Intelligenz bleiben zentrale Treiber, Europa bietet Aufholpotenzial, während sich Asien weiterhin heterogen präsentiert. Überrenditen weichen zunehmend einem fundamental getragenen Marktumfeld. An den Rentenmärkten bleiben nach Einschätzung von Plutos Kurzläufer stabil, während die Renditen längerer Laufzeiten leicht anziehen – „getrieben von Defiziten und höherem Emissionsvolumen“. Unternehmensanleihen bleiben attraktiv, wenn auch mit begrenztem Spread-Potenzial. Zusammengefasst sieht die Plutos Vermögensverwaltung für 2026 ein Umfeld geringerer, aber stabiler Erträge. „Die Weltwirtschaft wächst ohne Schwung, aber auch ohne Rezession. Für Anleger bedeutet dies: weniger Rallys, mehr Selektion – und ein Fokus auf Qualität, regionale Diversifikation und Risikomanagement.“

| Rang | Team | Perf. 2026 |
|---|---|---|
| 1 | Bayerische Vermögen Management | 13,64% |
| 2 | Zindstein Vermögensv. | 12,33% |
| 3 | HOPPE VermögensBetreuung | 11,20% |
| 4 | Oberbanscheidt | 9,57% |
| 5 | Greiff Capital | 7,50% |
| 6 | Fonds Laden | 7,13% |
| 7 | SJB FondsSkyline | 6,08% |
| 8 | Plan F | 5,90% |
| 9 | FONDS & MORE | 5,60% |
| 10 | Urban & Kollegen | 5,41% |
| 11 | Bank für Vermögen | 5,37% |
| 12 | Plutos Vermögensverwaltung | 5,17% |
| 13 | Nordproject | 5,13% |
| 14 | Performance AG | 3,72% |
| 15 | Höng Wealth Management | 3,59% |
| 16 | ALPS Family Office | 3,17% |
| 17 | Top Vermögen | 2,86% |
| 18 | FIVV AG | 2,14% |
| 19 | Source for Alpha | 1,84% |
| 20 | QBS Invest | 1,42% |
| 21 | Acatis | 1,22% |
| 22 | VALEXX AG | 0,89% |
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